Miese Masche mit menschlichem Leid

Bild des Vermissten

Das Verschwinden des 17-Jährigen nutzte ein Heilbronner zu einem niederträchtigen Betrug. (Foto: pm)

Heilbronn. Mieser geht es kaum noch – zumindest kann man so das Verhalten eines 32-jährigen Heilbronners bezeichnen, welcher sich durch menschliches Leid bereichern wollte. Im Zusammenhang mit dem Fall des vermissten „Nico“ (NZ berichtete), hatte sich der Mann zunächst anonym an die Familie gewandt. Unter dem Hinweis, er habe aktuelle Informationen über den Verschwundenen und wisse mehr über dessen Aufenthaltsort, wollte er gegen Zahlung von 500 Euro die Infos verkaufen. Glücklicherweise wurde die Polizei eingeschaltet, sodass bei dem anberaumten Treffen der Betrüger am Mittwochnachmittag festgenommen werden konnte.




Der Heilbronner sieht jetzt einer Anzeige wegen versuchtem Betrug entgegen. Im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Hinweisen und Gerüchten, welche in den verschiedenen Internetforen kursieren, bittet die Polizei dringend um eine zeitnahe Verständigung. Es macht wenig Sinn, wenn Hinweise oder vielleicht sogar Gerüchte um einen vermeintlichen Aufenthaltsort von Nico zuerst über einen längeren Zeitraum hinweg mit Freunden und Bekannten in sozialen Netzwerken „gepostet“ und weiterverbreitet werden, bevor irgendwann einmal die Polizei verständigt wird. Nur durch eine rasche Abklärung von Hinweisen, ist eine zielorientierte Polizeiarbeit möglich.

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