Training mit künftigen Fußballprofis

Training VFB1214

(Foto: Liane Merkle)

Seckach-Klinge. (lm) Es schneite, was das Zeug hielt, und ein eiskalter Wind fegte über den Klinge-Sportplatz, doch einige der rd. 40 Kinder fieberten offensichtlich der Begegnung mit den Spielern vom U17-VfB-Kader  so erwartungsvoll entgegen, dass sie auch in kurzen Hosen und T-Shirt nicht zum Schnattern kamen. Unter dem Motto „Die Schule des Fußballs ist auch eine Schule fürs Leben“, veranstaltet Jo Eller mit seinem Verein „Kinder von der Straße e.V.“ jährlich über 100 Fußballtage an Schulen und Jugendheimen sowie so besondere Fußballtage wie sie jetzt die B-Jugend-Spieler des Kinder- und Jugenddorfes Klinge, des SV Seckach und des SV Osterburken zusammen mit dem kompletten U17-Kader des VfB Stuttgart erleben durften.

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Klinge-Sportbereichsleiter Peter Novak und Jo Eller, der selbst in einem Kinderdorf aufgewachsen war, verstanden sich blind und die Trainer des U17-Kaders – Holger Winkler und Domenico Tedesco – waren nur zu gerne bereit, sich und das Team hier einzubringen. „Wir kennen Jo Eller schon eine Ewigkeit und haben mit seinen Fußballtagen auch für unsere Spieler beste Erfahrungen gemacht. Motivation, Leistungsbereitschaft und Kameradschaft werden eindeutig gestärkt, wenn man so strahlenden Kinderaugen gegenübersteht“, erläuterte Domenico Tedesco.




Man wolle in der zweistündigen Trainingseinheit, die im Stationstraining verläuft, den Schwerpunkt auf Spaß, Technik und Spiel legen. Und nachdem Verwaltungsleiter Dieter Gronbach, der sich über die gute Resonanz freute, erläutert hatte, dass nach zwei Stunden Training das Mittagessen für alle vorbereitet sei und die Kinder den VfB-Spielern und Trainern danach noch jede Menge Fragen – aber möglichst nicht zu persönliche – stellen dürfen, dankte Kinderdorfleiter Georg Parstorfer Jo Eller und dem VfB für diesen ganz besonderen Trainingstag.

Danach war die Stationenaufteilung schnell passiert und die begeisterte Fußball-Jugend machte sich mit Elan und sichtbarem Spaß sofort ans Training. Jo Eller hat Recht: „Die Schule des Fußballs ist auch eine Schule fürs Leben.“ Denn Fußball erfüllt eine gute soziale Funktion, die Kinder lernen voneinander und der Sport verbindet sie. Da er aus eigener Erfahrung weiß, wie scher es manche Kinder und Jugendliche haben, kümmert er sich bevorzugt um diejenigen, die aufgrund familiärer, ethnischer, gesellschaftlicher oder kultureller Umstände sozial benachteiligt sind. Also um diejenigen, die auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden manchmal abzuweichen, abzurutschen oder gar abzustürzen drohen.

Der Verein „Kinder von der Straße“ betreut derzeit mehr als 5.000 Kinder in verschiedenen Programmen.

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