48 Jahre im Dienst der Gemeinde Waldbrunn

15.000 Waldbrunner „unter“ sich – 1,9 Mio. Euro in die Kasse gespült

Haaf im Ruhestand

Das Bild zeigt den scheidenden Standesbeamten und Feuerwehrsachbearbeiter der Gemeinde Waldbrunn, Erich Haaf mit seiner Ehefrau Anneliese Haaf und Bürgermeister Markus Haas. (Foto: Hofherr)

Werbung

Waldbrunn. (mh) Erich Haaf, zuständig für das Standesamt, Feuerwehr- und Friedhofswesen, Wahlen und das Grundbuchamt im Waldbrunner Rathaus geht nach 48 Dienstjahren in Rente. In einer weihnachtlichen Feierstunde verabschiedete Waldbrunns Bürgermeister Markus Haas den langjährigen Angestellten im Kreise seiner Kollegen.

In seiner Rede ließ Haas den Werdegang Erich Haafs Revue passieren. Am 01. April 1965 trat Haaf seine Stelle als Verwaltungslehrling bei der damaligen Gemeinde Strümpfelbrunn an. Auf den Tag genau drei Jahre später wurde Haaf in das Angestelltenverhältnis übernommen, das unterbrochen durch den Kriegsdienst bei der Bundeswehr, bis in den Dezember 2013 fortdauerte. Die Bestellung zum Standesbeamten erfolgte 1980, die Ernennung zum stellvertretenden Ratsschreiber im Dezember 2006. Während seiner Dienstjahre erlebte Haaf den Zusammenschluss der Teilorte zur Gesamtgemeinde Waldbrunn und die Amtszeiten von vier Bürgermeistern und einem Amtsverweser.

Bürgermeister Haas dankte Erich Haaf für die Treue und die fundierte und angenehme Zusammenarbeit. Gleichzeitig zeigte sich das Gemeindeoberhaupt erfreut darüber, dass Haaf während der Übergangszeit und Neuordnung seines bisherigen Arbeitsbereiches auch weiterhin als stellvertretender Standesbeamter zur Verfügung steht. Die Bestellurkunde unterschrieb der „Unruheständler“ Erich Haaf noch während der Feierstunde.




Im Anschluss erzählte der sichtlich bewegte Haaf  von verschiedenen Persönlichkeiten mit denen er während all der Jahre im Rathaus zu tun hatte und die sich ihm besonders eingeprägt haben, Altbürgermeister Habel und Hauck ebenso wie der Gesamtkommandant der Waldbrunner Feuerwehren Gerald Veith, denen er posthum bzw. persönlich für die zuverlässige und freundschaftliche Zusammenarbeit dankte. Die älteren und jüngeren Kollegen hörten gespannt die Geschichten über die verschiedenen Wirkungsorte und deren Besonderheiten, so musste im alten Strümpfelbrunner Rathaus noch täglich der Holzofen angefeuert werden. Außerdem wurden die Verwaltungstätigkeiten immer wieder unterbrochen, musste doch neues Feuerholz herbeigeschafft werden. Auch die Schilderungen im Zusammenhang mit der Erstellung des Amtsblatts riefen bei jüngeren Kollegen ungläubiges Staunen hervor. So mussten die Verwaltungsmitarbeiter das Blatt noch per Matritze selbst drucken, bevor es zu den Bürgern gebracht wurde. In Zeiten des modernen Digitaldrucks unvorstellbar.

Mit ein paar Zahlen rundete Erich Haaf seine kurzweiligen Erzählungen augenzwinkernd ab. In all seinen Dienstjahren habe er stets dafür Sorge getragen, die Gemeindekasse zu füllen und insgesamt Gebührenbescheide in Höhe von gut 1.9 Mio. Euro erlassen. Außerdem habe er im Friedhofwesen über 15.000 Waldbrunner „unter“ sich gehabt.

Mit einem Präsent brachten am Ende der Feierstunde auch die Kollegen ihre Verbundenheit zum Ausdruck. Ehefrau Anneliese Haaf, die das über das übliche Maß hinausreichende Engagement ihres Mannes immer mitgetragen hat, wurde mit einem Blumengruß überrascht. 


© www.NOKZEIT.de


Werbeanzeigen

Artikel empfehlen: