Chor Euphoria entfacht Euphorie

Euphoria

(Foto: pm)

Mudau. (lm) Standing ovations und euphorischer Beifall waren der verdiente Lohn für die Sängerinnen und Sänger des Chores „Euphoria“ nach ihrem anspruchsvollen Konzert“ unter dem Titel „Adventliche Besinnung“ in der voll besetzten Mudauer Pfarrkirche „St. Pankratius“. Begleitet vom Bläserquartett des Musikvereins „Harmonie 1872“ Mudau sowie den Solisten Leonie Fleischmann (Cello), Irmtraud Weber (Geige) sowie Katrin Fleischmann (Flöte) und unter der musikalischen Leitung von Ralf Breunig brachten sie ein ebenso kurzweiliges wie abwechslungsreiches Repertoire zu Gehör. Und das alles im romantischen Glanze unzähliger Kerzen.

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Wunderschöne Lieder wie „Ehre sei Gott“, „Noel, Noel“, „Stern von Bethlehem“, „Here I am“, „Away in a manger“, aber auch „Sende Deine Engel“, „Das Magnificat“ oder „Herbei O ihr Gläubgen“ bis hin zu „Du läßt den Tag nun enden“ bezauberten das überaus aufmerksame Publikum, das außerdem eingeladen wurde, mitzusingen bei „Es ist für uns eine Zeit angekommen“. Der „Euphoria“ hatte an diesem Abend das Ziel, sein Publikum vom täglichen Muss des Lebens zu lösen und ihm den Zauber des Augenblicks bewußt zu machen. Das gelang dem Klangkörper hervorragend durch das Bewußtmachen von passender Erwartungshaltung. Schließlich erwarte man im Advent das Weihnachtsfest, und diese Zeit lädt ein, zur Ruhe zu kommen.




So moderierten die Chormitglieder zwischen ihren besinnlichen bis fröhlichen Weisen harmonisch passend – mal mit Hilfe von Gedankenanregungen, mal mit kleinen Geschichten. Wie zum Beispiel die von den drei Kerzen „Frieden, Glauben und Liebe“, deren Licht erlosch, weil die Menschen sie nicht wollen. Und die doch durch Kerze Nr. 4 mit Namen „Hoffnung“ sowie unschuldige Kinder immer wieder entzündet werden können. Ein weiterer Gedanke galt unserem wunderschönen Weihnachtsfest, das wir in Hülle und Fülle feiern während in vielen Teilen der Welt das pure Elend herrscht. Genau so wie es die Geburt Jesu widerspiegelt, über die sich Maria und Josef in dem ärmlichen Stall so sehr freuen und bei der die Engel im Himmel zu hören sind und die Hirten als Vertreter der Ärmsten ihn willkommen heißen. „Der Stern von Bethlehem“ sollte dagegen daran erinnern, wie oft wir sagen oder hören „Ich hol dir die Sterne vom Himmel“. Wie oft stimmt das nicht, und dann passiert es von Seiten, von denen man es nicht erwartet.

So auch am Ende der „Besinnlichen Adventsstunde“, die das Publikum ich vollkommener Ruhe verfolgt hatte. Dann folgte eine kurze Pause, bevor wirklich lautstarker Beifall aufbrandete und der Chor ohne Zugabe und ohne den Dank und das Lob von Pfarrer Werner Bier nicht den adventlich geschmückten Chorraum verlassen durfte.

Nachdem im Programm das bekannte „Herbei O ihr Gläubgen“ auf Latein zu hören gewesen war, begleitete die deutsche Version die Menschen in Richtung Vierter Advent. 

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