Pumpe tauschen und Geld sparen

Flächendeckende Aktion im Neckar-Odenwald-Kreis / Heizkreispumpen sind große Stromfresser

Pumpe tauschen Geld sparen 

Zum symbolischen Startschuss der ean-Aktion „Pumpe tauschen & Geld sparen“ trafen sich alle Beteiligten im Heizungskeller der Wimpina-Grundschule in Buchen, von links: Hubert Eirich (Firma Gebrüder Eirich Hardheim), Jürgen Jakzs (Stadtwerke Mosbach), Andreas Stein (Stadtwerke Walldürn), Kurt Hemberger (Stadtwerke Buchen), Innungsobermeister Gerd Blei (Sanitär-Heizung-Klima), Uwe Ristl (ean) und Bernd Faska (EnBW Regional). (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Es gibt etwas geschenkt – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Die Rede ist von einer Aktion der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (ean) mit dem Namen „Pumpe tauschen & Geld sparen“. Dabei geht es um Heizkreispumpen, auch Umwälzpumpe genannt, die in jeder Heizungsanlage unauffällig ihren Dienst verrichten und dafür sorgen, dass warmes Wasser vom Kessel in alle Heizkörper transportiert wird. Wer sie – aus guten Gründen – austauscht, erhält 50 Euro ersetzt.

Kaum jemand weiß, dass diese unscheinbaren kleinen Teile oft große Stromfresser sind und mehr Strom verbrauchen als der Kühlschrank oder die Waschmaschine. Vor allem dann, wenn die Pumpe veraltet, überdimensioniert und ungeregelt ist.

„Solche Geräte“, so der Initiator Uwe Ristl von der ean, „verbrauchen bis zu 800 Kilowattstunden Strom. Eine neue Hocheffizienzpumpe kommt dagegen mit weniger als 100 aus!“ Was bis zu 150 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen kann zuzüglich einer Entlastung der Umwelt. Ein Pumpentausch kostet bei einem Heizungsfachbetrieb rund 350 bis 500 Euro. Die Investition macht sich also schon nach drei bis vier Jahren bezahlt.




Aufgrund dieser Fakten hat Ristl eine Aktion ins Leben gerufen, für die er sämtliche Energieversorger im Neckar-Odenwald-Kreis mit ins Boot holen konnte. Die Stadtwerke Buchen, Mosbach und Walldürn, die Firma Gebrüder Eirich und die EnBW schießen jeweils 50 Euro zu jedem Pumpentausch dazu. Damit diese Aktion auch handwerklich auf soliden Füßen steht, beteiligt sich auch die Kreishandwerkerinnung für Sanitär-Heizung-Klima mit Obermeister Gerd Blei.

Aber ab wann gilt eine Heizkreispumpe als veraltet? Nach zehn Jahren – das Baujahr lässt sich meist gut am Typenschild ablesen – lohnt sich ein Anruf beim Heizungsfachbetrieb. Folglich wird der Einbau von elektronisch geregelten Hocheffizienzpumpen der Energieklasse A bei Anlagen älter als Baujahr 2003 gefördert. Die genauen Richtlinien und Antragsunterlagen sind bei den Energieversorgern oder der ean erhältlich. Die Antragstellung an sich ist einfach: Nach dem Austausch durch einen Heizungsfachbetrieb wird innerhalb von drei Monaten beim zuständigen Energieversorger der Antrag zusammen mit der Kopie der Handwerkerrechnung eingereicht. Die Aktion läuft von 1. Januar bis 31. Dezember 2014.

Zusätzlich lobt auch das Umweltministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Werbekampagne „www.meine-sparpumpe-bw.de“ attraktive Preise aus für alle, die ihre Pumpe austauschen. Dazu bedient man sich der Hilfe der Vereine: Über diese Schiene sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg informiert und für den Tausch gewonnen werden. Bei einem Vereinswettbewerb werden die Vereine, die die größte Anzahl neu installierter Pumpen vorweisen können, mit attraktiven Sach- und Geldpreisen ausgezeichnet. „Eine ideale Ergänzung“, freut sich Uwe Ristl: „Die Aktion „Pumpe tauschen – Geld sparen“ ist darüber hinaus ein wichtiger Baustein im Rahmen des klimaschutzorientierten Investitionsprogrammes des Landkreises.“

Informationen zu dieser Aktion gibt es im Internet unter www.eanok.de, bei den beteiligten Energieversorgern und bei der Kreishandwerkerinnung Sanitär. Dort und bei den Gemeindeverwaltungen liegen Informationsbroschüren aus. Fragen beantwortet auch Uwe Ristl von der ean unter Telefon 06281 906880.

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