Baumspezialist feiert 75. Geburtstag

Siedlerfreund Josef Püchner gewürdigt

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Josef Püchner (links) wie ihn die meisten kennen als Wissensvermittler bei einem seiner Schnittkurse. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Als Kreisgartenfachwart des Verbands Wohneigentum hat sich Josef Püchner, der am heutigen Dienstag seinen 75. Geburtstag feiern kann, in den letzten rd. 40 Jahren einen überregional anerkannten Namen als „Baumspezialist“ erarbeitet. Denn nicht nur die Siedlerfreunde im Neckar-Odenwald-Kreis rufen ihn zu Hilfe, wenn ein Baum ungesund aussieht oder keine Früchte mehr trägt oder wenn ein Zierstrauch komplett „außer Form“ geraten ist.

Tatsache ist, dass auf sein umfangreiches Wissen und praktisches Können die Landwirtschaftlichen Fachschulabsolventen ebenso gerne zurückgreifen wie die Landfrauen, der Naturschutzbund, die Obstbauvereine und die Volkshochschule. Seine Sommer-, Winter- und Ziersträucherschnittkurse sind durchweg und überall ganz hervorragend besucht und das nicht ohne Grund. Man konnte also bereits im Vorfeld davon ausgehen, dass sich entsprechend des Bekannt- und Beliebtheitsgrads heute die Gratulanten die Klinke in die Hand drückten.

Geboren wurde Josef Püchner am 04. März 1939 in Lobs bei Falkenau (Sudetenland). Doch durch die Wirren des 2. Weltkrieges wartete auf ihn ein ähnlich schreckliches Schicksal wie auf unzählige Flüchtlinge dieser Zeit. Während der Vater zum Kriegsdienst einberufen war, wurde er zusammen mit der Mutter und den zwei Brüdern nach Nienburg an der Saale vertrieben wo er auch die Einschulung erlebte. Nach dem Krieg fand die Familie den Vater über das Rote Kreuz in der Odenwaldgemeinde Rumpfen wieder. Und an der Rumpfener Volksschule war es auch, dass durch den Lehrer Josef Becker bei vielen Schülern und ganz besonders bei Josef Püchner die Begeisterung für das Bäume schneiden und veredeln geweckt wurde. Der Jubilar hatte an dieser Arbeit so viel Spaß, dass er sich für die dreijährige landwirtschaftliche Ausbildung von 1954 bis 57 in Rumpfen und an der landwirtschaftlichen Berufsschule entschied, und so seine Fertigkeiten bezüglich der Baumveredelung und –pflege vertiefte.




Nach seiner Ausbildung lernte Josef Püchner in Mudau seine Gisela, geb. Speckert, kennen, die er 1960 zum Traualtar führte. Aus der Ehe gingen drei Kinder und inzwischen sechs Enkel hervor. Nach einer weiteren Berufsausbildung arbeitete der Jubilar bis zur Rente im Jahr 2002 als Berufskraftfahrer. 1967 entschied sich das Paar zum Bau eines Eigenheims und trat zwei Jahre später in den Ortsverein der Siedler- und Gartenfreunde, heute Verband Wohneigentum, ein.

Der damalige Gemeinschaftsleiter Josef Eibner weckte und förderte sein Interesse am Baumschneiden und –veredeln, ließ ihn an diversen Weiterbildungen teilnehmen und befürwortete die Ausbildung zum Gartenfachwart, die er in den 80er Jahren absolvierte und in der Mudauer Gemeinschaft auch schon länger ausübte. 1985 wurde Püchner zum stv. Kreisgartenfachwart, ein Jahr später zum Hauptverantwortlichen gewählt. Doch er ruhte sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern bildete sich stets weiter in Veitshöchsheim, beim Obstgartenbau Osterburken, in Hohenheim, Karlsruhe oder bei den Fachleuten des Landesverbandes Wohneigentum. Sein umfassendes Wissen auf diesem Gebiet ist mittlerweile so gewaltig, dass es schwierig – wenn nicht unmöglich – werden wird, irgendwann einen so hervorragenden und dann auch noch ehrenamtlich tätigen „Baumfachmann“ als Nachfolger zu finden.

Die Redaktion schließt sich den zahlreichen Glückwünschen zum heutigen Ehrentag gerne an.

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