Mutmaßlicher Schockanrufer sitzt in Haft

Wertheim. Wie bereits berichtet, kam es in den vergangenen Wochen sowohl im
Main-Tauber-Kreis, als auch im Neckar-Odenwald-Kreis vermehrt zu
sogenannten „Schockanrufen“. Hierbei wird unter Vorspiegelung einer
vermeintlichen Notlage eines Familienmitgliedes versucht, dessen
Angehörige zur Herausgabe von Bargeld zu veranlassen. Zielrichtung
waren hierbei vor allem ältere Mitbürger aus dem Bereich der
ehemaligen Sowjetunion. Nachdem am 05. März 2014 ein über
80-jähriger, in Buchen wohnhafter Mann, nach einem solchen Anruf
derart verunsichert war, übergab er an einen zunächst Unbekannten die
Summe von 4.000 Euro.




Im Zuge dieser Ermittlungen gelang es der
Polizei nach Hinweisen von Zeugen, an der Main-Schleuse in Wertheim,
noch am gleichen Tag einen 34-jährigen, litauischen Staatsangehörigen
festzunehmen. Bei der Festnahme führte der Mann seine erlangte Beute
noch mit sich. Hinsichtlich weiterer etwaigen Mittätern, von welchen
auf Grund der Gesamtumstände zweifellos auszugehen ist, dauern die
Ermittlungen noch an. Der mutmaßliche Täter wurde am
Freitagnachmittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Mosbach beim
zuständigen Haftrichter in Mosbach vorgeführt, welcher Haftbefehl
erließ und in Vollzug setzte. Der 34-Jährige wurde in eine
Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Der Tatverdächtige gilt bis zu
einer eventuellen Verurteilung als unschuldig.

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