Schiri verhilft Tabellenführer zum Remis

FSV Dornberg – TV Hardheim II.

von Johannes Kress

Hardheim. Vergangenen Sonntag begann für den FSV Dornberg mit dem Spiel gegen den TV Hardheim II endlich die Rückrunde der Saison 2013/2014.

Dass es gleich im ersten Rückrundenspiel gegen den Spitzenreiter ging, der das Hinspiel mit 6:3 sehr deutlich gewann, sorgte natürlich für eine hohe Motivation. Zusätzlicher Ansporn war auch, dass erneut zahlreiche Fans des FSV Dornberg das Spiel verfolgten. Für großes Unverständnis sorgte im Vorfeld der Partie die Tatsache, dass erneut auf dem alten Hardheimer Kunstrasen gespielt werden musste, dessen Belag grundsätzlich größere, blutige Schürfwunden garantiert. Das Wetter bzw. die Platzverhältnisse konnten dieses Mal jedenfalls keine Begründung hierfür sein, denn besseres Wetter hätte man sich kaum wünschen können.

Der FSV Dornberg konnte in Bestbesetzung an den Start gehen. Erstmals waren auch die beiden Neuzugänge Ebrima Camara und Rolan Abed Alhanan im Kader, Ebrima Camara sogar in der Startaufstellung.

Die Partie begann relativ ausgeglichen, doch nach und nach gelang es dem TV Hardheim II das Spiel zunehmend zu dominieren und sich zwei große Torchancen zu erarbeiten, die jedoch von John Shu Neba im Tor des FSV sicher gehalten werden konnten. Dennoch fiel bald der verdiente Führungstreffer zum 1:0 für den TV Hardheim II.

Danach gelang es dem FSV Dornberg allerdings immer besser in die Partie zu finden und es wurden sich nun ebenfalls Torchancen erspielt. So verfehlte beispielsweise Kapitän Julian Stieber bei einem Fernschuss nur knapp das Hardheimer Tor. Doch der Druck des FSV wurde nun immer größer und nach einem Schuss von Roody Alkhaled, den der Hardheimer Torhüter noch parieren konnte, kam Frederik Böna frei zum Nachschuss. Den Torerfolg verhinderte allerdings im letzten Moment ein Hardheimer Spieler mit der Hand, woraufhin es Elfmeter und eine gelbe Karte für den Hardheimer Spieler gab. Dass es für diese Aktion nur eine gelbe und keine rote Karte gab, war zwar regeltechnisch betrachtet eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters, da der Hardheimer Spieler als letzter Mann durch sein Handspiel ein klares Tor verhinderte, allerdings muss ein Schiedsrichter in dieser Liga eine Mannschaft wohl nicht mit einem Elfmeter und einer roten Karte doppelt bestrafen. Die Entscheidung des Schiedsrichters war also durchaus akzeptabel, auch wenn der TV Hardheim II hier großes Glück hatte. Fragwürdig ist allerdings, ob es wirklich notwendig ist, in eben dieser unterklassigen Liga mit aller Macht und der Anwendung unfairer Mittel einen Torerfolg des Gegners zu verhindern. Den Elfmeter jedenfalls verwandelte Roody Alkhaled sicher zum 1:1 Ausgleich. Danach ließ der FSV Dornberg allerdings unverständlicherweise wieder nach und gab den Spielern des TV Hardheim II die Möglichkeit das Spiel zu bestimmen, auch wenn es ihnen glücklicherweise nicht gelang, sich gefährliche Torchancen zu erspielen. Kurz vor der Halbzeitpause musste der FSV Dornberg dann aber doch noch durch einen Fernschuss eines Hardheimer Spielers den erneuten Rückstand hinnehmen und mit diesem 2:1 Rückstand ging es dann auch in die Pause.




Die zweite Halbzeit entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Zwar ließen beide Mannschaften wenige Torchancen zu, doch von Langeweile konnte keine Rede sein, beide Mannschaften spielten offensiv und mutig nach vorne und lieferten sich packende Zweikämpfe, wobei der TV Hardheim II hier allerdings teilweise etwas überharten Einsatz zeigte, was allerdings vom Schiedsrichter konsequent geahndet wurde. Nach einem harten Foul an Eugen Litvin bekam der FSV einen Freistoß zugesprochen, der von Ebrima Camara in den Strafraum geflankt wurde, wo sein Landsmann aus Gambia, Baba Sanyang den Ball unhaltbar für den Hardheimer Torhüter mit dem Kopf zum 2:2 Ausgleich verlängerte. Durch diesen erneuten Ausgleich zusätzlich beflügelt nahm der Druck des FSV nun immer mehr zu. Nach einer schönen Kombination durch Frederik Böna und David Weller bekam der FSV Dornberg einen Eckball zugesprochen, der von Baba Sanyang getreten wurde. Dieser Eckball konnte vom Hardheimer Torhüter mit einer Faustabwehr nicht aus dem Strafraum befördert werden und das nun herrschende Chaos beendete Roody Alkhaled, der den Ball mit dem Kopf zum 3:2 über die Linie drückte. Der FSV war nun also erstmals in Führung und zog sich im Anschluss daran etwas mehr zurück und konzentrierte sich auf Konter über seine schnellen Offensivspieler. So konnten auch weitere Torchancen erarbeitet werden. Unter anderem David Weller scheiterte alleine vor dem gegnerischen Torhüter nur sehr knapp und auch Roody Alkhaled verfehlte mit einem Fernschuss das Tor nur hauchdünn. In dieser Situation beschwerten sich die Hardheimer bedauerlicherweise lautstark über jede Entscheidung des Schiedsrichters, der weiterhin konsequent jedes Foul ahndete. Ein weiteres Dornberger Tor hätte sicherlich die Entscheidung bedeutet, da das Spiel kurz vor dem Abpfiff stand. Kurz vor Schluss gelang es dann allerdings doch noch einmal einem Hardheimer Spieler in den Dornberger Strafraum einzudringen, wo er jedoch von Ebrima Camara mit einer schönen und fairen Grätsche vom Ball getrennt werden konnte. Zum Entsetzen der Dornberger Spieler und Fans entschied der Schiedsrichter jedoch auf Elfmeter. Dieser Elfmeter sicherte mit etwas Glück und der Hilfe des Innenpfostens dem TV Hardheim II doch noch den Ausgleich.

Für den TV Hardheim handelt es sich bei dem 3:3 nach der nicht gegebenen roten Karte und einem zu unrecht gegebenen Elfmeter kurz vor dem Abpfiff um ein glückliches Ergebnis. Insgesamt spiegelt dieser Endstand aber durchaus den Spielverlauf über 90 Minuten wider.

Für den FSV Dornberg bedeutet dieses Unentschieden vor allem eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Hinspiel und lässt auf eine weiterhin spannende und erfolgreiche Rückrunde hoffen.

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1 Kommentar

  1. Gegendarstellung des TV HARDHEIM:
    Die Abteilung Fußball des TV Hardheim (TVH), kann einige Stellen in dem Spielbericht des FSV Dornberg (FSV) nicht unkommentiert lassen, da es zum einen den Verein in ein falsches Licht stellt und zum anderen nicht genau der Wahrheit entspricht.
    Zunächst möchte ich jedoch dem FSV Dornberg ein großes Lob für die Leistung und das Engagement aussprechen, welche dort geleistet werden. Die Integrationsarbeit die Dornberg hier zeigt ist absolut vorbildlich!
    Nun aber zu unserer Stellungnahme:
    Zitat FSV: „dass erneut auf dem alten Hardheimer Kunstrasen gespielt werden musste, dessen Belag grundsätzlich größere, blutige Schürfwunden garantiert“
    Stellungnahme TVH: Der Zustand des Platzes liegt leider nicht in der Hand des TV Hardheim, sondern der Gemeinde Hardheim. Die ständigen Publikationen und Vorwürfe das FSV diesbezüglich, welche immer unmittelbar mit dem Hardheimer Fußballverein in Verbindung gebracht werden, kann ich nicht für gut heißen.
    Zitat FSV: „wobei der TV Hardheim II hier allerdings teilweise etwas überharten Einsatz zeigte“
    Stellungnahme TVH: Das Spiel war über die komplette Spielzeit eine faire Begegnung. Es kam nie zu Foulspielen, bei welchen man von einem „überharten Einsatz“ sprechen kann. Dies wird auch dadurch bewiesen, dass die einzige gelbe Karte, welche gezeigt wurde, für das torverhindernde Handspiel Mitte der erste Halbzeit gezeigt wurde.
    Zitat FSV: „beschwerten sich die Hardheimer bedauerlicherweise lautstark über jede Entscheidung des Schiedsrichters“
    Stellungnahme TVH: Es gab genau zwei Entscheidungen, bei welcher Spieler des TVH in nennenswerter Lautstärke die Entscheidung des Schiedsrichters kommentierte und zwar zum einen, den nicht gegeben Elfmeter nach einer Grätsche von hinten (ca. 60 Min) und zum anderen nach dem nichtgegebenen, indirekten Freistoß, nach dem der Torwart des FSV den Ball erneut mit der Hand aufnahm, obwohl er ihn erst Sekunden zuvor ohne Bedrängnis vor sich gelegt hatte.
    Zitat FSV: „mit einer schönen und fairen Grätsche vom Ball getrennt werden konnte. Zum Entsetzen der Dornberger Spieler und Fans entschied der Schiedsrichter jedoch auf Elfmeter“
    Stellungnahme TVH: Der Spieler des FSV traf zwar den Ball, von „fair“ und „schön“ kann hier jedoch nicht die Rede sein, denn bevor er den Ball spielte, traf er seinen Gegenspieler recht heftig an Schienbein und Knöchel. Von einer „entsetzlichen“ Schiedsrichterentscheidung kann man hier also nicht sprechen.

    Noch ein Wort in eigener Sache:
    Ich als Abteilungsführer habe der Mannschaft des TVH vor dem Spiel ganz deutlich gesagt, dass ich keinerlei provokativen, beleidigende oder gar rassistischen Äußerungen auf dem Platz hören möchte. Der TVH behandelt seine Gegenspieler die komplette Spielzeit fair und respektvoll. Leider wurde ich all zu oft „Ohrenzeuge“, dass dies auf den FSV nicht zutraf! Auch, dass nach Spielende einigen Hardheimer Spielern der „fair play handshake“ verweigert wurde, zeigt leider nicht von sportlicher und persönlicher Größe!

    Bitte nicht falsch verstehen, dieser Text soll keine Provokation oder ähnliches sein, ich möchte nur ein paar Dinge berichtigen, welche ich so nicht stehen lassen kann.
    Weiterhin wünsche ich dem FSV Dornberg viel Erfolg und gutes Gelingen bei der Vereinsarbeit und in der restlichen Runde!

    Manuel Difloé – Abteilungsleiter TV Hardheim-Fußball

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