„Chancen und Risiken in turbulenten Zeiten“

5. Jahresempfanges der CDU-RIO-Gemeindeverbände Adelsheim, Osterburken, Ravenstein und Seckach

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(Foto: Liane Merkle)

Zimmern. (lm) „Wirtschaftliche Chancen und Risiken in turbulenten Zeiten“ stellte Prof. Dr. Erich Zahn von der Universität Stuttgart im Rahmen des mittlerweile 5. Jahresempfanges der CDU-RIO-Gemeindeverbände Adelsheim, Osterburken, Ravenstein und Seckach im schmucken Dorfgemeinschaftshaus Zimmern vor.

Otto Schmutz begrüßte als Vorsitzender des gastgebenden Ortsverbandes Seckach neben zahlreich erschienenen ehrenamtlichen Kommunalvertretern der Gemeinden und dem Referenten vor allem MdB Margarete Horb sowie die Bürgermeister Thomas Ludwig und Klaus Gramlich und natürlich den jungen Kirchenchor „Jezimus“ unter Leitung von Winfried Ackermann, der für die gelungene musikalische Umrahmung des Abends verantwortlich zeichnete.

Wie den abschließenden Grußworten zu entnehmen war, hatte Prof. Dr. Zahn seine politisch interessierten Zuhörer mit seinem Vortrag nicht nur beeindruckt, sondern geradezu begeistert. Nach seiner Meinung befindet sich die Weltwirtschaft derzeit in einer Epoche der „neuen Normalität, in der Tubulenzen eher die Regel als die Ausnahme sind“. Doch ähnlich wie in der Natur bedeuten solche Turbulenzen auch in Wirtschaft und Politik das kaum oder nicht vorhersehbare Auftreten von schockartigen Ereignissen. Als Beispiel nannte er die Finanzkrise mit ihren z. T. desaströsen Auswirkungen, die für die Akteure in Wirtschaft und Politik neue Herausforderungen und größere Unsicherheiten bedeuten.




Wie der Referent weiter ausführte, bedürfe es zur erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen unter Unsicherheit in einer im Zuge der Globalisierung komplexen, aber auch fragiler gewordenen Welt seitens der Führung in Wirtschaft und Politik einer neuen Weltsicht und neuer Verhaltensweisen. Denn die Weltsicht unterstelle, dass Turbulenzen immer und überall in vielen Formen und ausmaßen mit oft lawinenartigen Wirkungen auftreten können. Neue Verhaltensweisen werden notwendig, um schneller und effektiver auf derartige Turbulenzen antworten zu können. Nach Aussage von Prof. Dr. Zahn haben ökonomische Turbulenzen auf Unternehmen zweierlei Auswirkungen; Einerseits beinhalten sie größere Gefahren der Verletzlichkeit, gegen die sie sich schützen müsse und Verbesserung ihrer Widerstandskraft und Robustheit (Resilienz). Andererseits bringen sie Wandel und neue Chancen mit sich, die sie im Interesse ihrer Wettbewerbsfähigkeit schnell ergreifen müssen. D.h. es sind die Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit sowie Innovationskraft erforderlich, die Deutsche Industrieunternehmen in den Turbulenzen der Finanzkrise bereits eindrucksvoll bewiesen haben.

Weiter sieht Zahn die Aufgabe der Politik im Schaffen günstiger Rahmenbedingungen für die erforderlichen Anstrengungen seitens der Unternehmen: „Deshalb bedarf es einer Revitalisierung der sozialen Marktwirtschaft anstatt bürokratischer Überregulierung, orientierungslosem Pragmatismus und expansiver Geldpolitik – alles hausgemachte Turbulenzen – vor allem in der Europapolitik“. Staat und Wirtschaft würden immer in einem gewissen Spannungsverhältnis stehen, das besonders in Krisenzeiten zu Tage trete. Dabei sei gerade da ein Miteinander notwendig, damit Marktwirtschaft und demokratischer Staat nicht gefährdet werden. „Kooperative Intelligenz sollte auch das globale Schlüsselwort sein“, denn ohne die Kraft der Kooperation würden sich die großen globalen Probleme nicht lösen lassen.

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