Kein Amoklauf an Heidelberger Schule

Heidelberg. Ein Amokalarm an einer Gemeinschaftsschule im Stadtteil Boxberg, löste am Dienstagnachmittag ein Großeinsatz der Polizei aus (NZ berichtete).

Um 15.34 Uhr war der Alarm zunächst bei der Heidelberger Berufsfeuerwehr eingegangen, weshalb die Polizei mit 30 Streifen- und Zivilfahrzeugen sowie mehrere Rettungswagen auf den Boxberg beordert wurden.

Mehr als 60 Beamte sperrten das Schulgelände schnell ab. Drei Schulklassen der Stufen 4, 5 und 7 mit insgesamt 62 Schülern hatten zum Zeitpunkt der Alarmauslösung noch Unterricht. Die Lehrer reagierten nach Ertönen des Alarms goldrichtig und verschlossen die Klassenzimmer von innen. Mit mehreren sogenannten „gesicherten Dreierteams“ wurde das Schulgebäude sukzessive durchsucht.




Im Untergeschoss des Gebäudes wurde der auslösende Amokalarmschalter lokalisiert. Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg lag kein „echter“ Amokalarm vor. Es ergaben sich zudem keine Erkenntnisse, die auf eine Amok-Tat hindeuteten.

Nachdem das Gebäude und das Schulgelände ohne Ergebnis abgesucht waren, wurden die Schüler im Alter zwischen 10 und 13 Jahren nach draußen geführt und in Bussen, die der RNV zur Verfügung gestellt hatte, untergebracht. Bis zur Abholung durch ihre Eltern, waren die Kinder in der Obhut eines Betreuungsteams der Polizei.

Der Großeinsatz wurde gegen 17.30 Uhr beendet. Weshalb der Amokalarm ausgelöst hatte, ist Gegenstand weiterer kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

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