Stechert plant kostenlose Kurzurlaub für Migranten

Pläne der Stechert-Gruppe für den Schlempertshof: Kleiner Freizeitpark mit Bäumen, Büschen, Sträuchern, Bienenstöcken und einem Kinderspielplatz vorgesehen – Antrag wird im Mai gestellt

Höpfingen. (pm) Die Stechert-Gruppe reicht den Bewohnern des Höpfinger Ortsteils Schlempertshof die Hand zur Versöhnung, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. Vor wenigen Tagen habe der geschäftsführende Gesellschafter Franz Stegner fast sieben Stunden in der herrlichen Idylle des Neckar-Odenwald-Naturparks verbracht und bei dieser Gelegenheit seien seine Pläne für die zukünftige Nutzung seines etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstücks gereift. „Dass wir dort keine Halle zur Produktion bauen dürfen“, bilanziert Franz Stegner, „haben wir akzeptiert. Schließlich gelten die Gesetze auch für uns. Ich will jetzt helfen und etwas Gutes tun.“

Immerhin hat die Stechert-Tochter STW inzwischen in Höpfingen am Mantelsgraben eine passende Halle mit über 2400 Quadratmetern Grundfläche als Ersatz gefunden. Die Gemeinde Höpfingen genehmigte bereits den Umnutzungsantrag. Zurzeit erhält das Gebäude ein neues Makeup. Im Sommer soll dort auch mit neuen, hoch modernen Maschinen die Produktion für die einzigartigen, patentierten Podest-, Wand-, Boden-, Fassaden- und Tribünen-Systeme für Großprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg und die Philharmonie de Paris sowie den Konzertsaal von Radio France beginnen.

Franz Stegner ist wegen dieser Lösung erleichtert: „Die STW erlebt gegenwärtig einen wahren Auftragsboom im zweistelligen Millionenbereich. Wir produzieren jetzt auch Podestsysteme für den Plenarsaal des neuen NATO-Hauptquartiers in Brüssel sowie für den Musical-Theaterneubau von Stage Entertainment im Hamburger Hafen.“ Diese Bühne wird im Herbst mit der Welt-Premiere „Das Wunder von Bern“ eröffnet.

Höpfingen ist langfristig als vierter Produktionsstandort der Stechert-Gruppe neben Wilhermsdorf und Trautskirchen in Mittelfranken sowie Gößnitz in Thüringen vorgesehen. Deshalb wurde die Halle der Firma Egid Münch auch gleich für mehrere Jahre mit einem Vorkaufsrecht angemietet. Sogar zur Erweiterung steht auf dem Gelände genügend Platz zur Verfügung.

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Die Planung und Berechnung der Statik für diverse Großprojekte erfolgt weiterhin im ehemaligen Störzer-Verwaltungsgebäude auf dem Schlempertshof, das von Grund auf saniert wurde und zurzeit eine neue Putzfassade erhält. Das gesamte Gelände soll demnächst eingezäunt und zu einem kleinen Freizeitpark mit Parkplätzen, Bäumen, Büschen, Sträuchern und einem Kinderspielplatz umgestaltet werden.

„Ich möchte aus unserem Areal ein echtes Kleinod und Schmuckstück machen,“, erklärt Franz Stegner, „das ist sicher auch im Sinne des Gemeindeverwaltungsverbandes Hardheim-Walldürn, der den Stechert-Bauantrag für die Produktionshalle im Januar auch wegen des Naturparks Neckar- Odenwald abgelehnt hatte.“

Sogar Bienenstöcke von Imkern kann sich Franz Stegner auf seinem Gelände vorstellen. „Das ergibt sicher einen wunderbaren Honig. Denn in dieser herrlichen Gegend wachsen genügend Blütenpflanzen.“

Entsprechende Pläne wird Architekt Klaus Narloch aus Walldürn im Mai der Gemeinde Höpfingen zur Genehmigung vorlegen.

Wenn alles fertig ist, möchte sich Franz Stegner einen lange gehegten Herzenswunsch erfüllen: „Ich werde dann regelmäßig Migranten mit ihren Kindern in unser kleines Idyll zu einem kostenlosen Kurzurlaub einladen. Sie können sich dort von den Strapazen ihrer Flucht und den harten Lebensumständen erholen. Das ist mein persönlicher Beitrag zur Integration.“ Auf diese Idee kam Stegner beim Besuch der Außenstelle Zirndorf des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. „Dort herrschen teilweise menschenunwürdige Zustände,“ stellte er fest, „auch diese Menschen haben ein Recht auf Urlaub. Ich habe in meinem langen Leben viel Glück gehabt. Nun möchte ich etwas zurückgeben. Davon profitieren könnte auch ein Ferienbauernhof in der Nachbarschaft mit seinem tollen Angebot an Pony- und Pferdereiten.“

Schon im Vorfeld stellt der geschäftsführende Stechert-Gesellschafter Franz Stegner fest: „Ich möchte nicht, dass diese Integrations-Maßnahme falsch verstanden wird. Das ist mir ein ehrliches Anliegen und keine Drohgebärde. Ich will Gutes tun und würde mich freuen, wenn mich alle Bewohner des Schlempertshofs dabei unterstützen würden.“

 

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