Der Arbeitsmarkt im April 2014

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Arbeitslosenzahlen erneut gesunken

500 Arbeitsagentur

(Foto: pm) 

(pm) Im April ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat erneut gesunken. Aktuell sind 11110 Menschen arbeitslos gemeldet, 442 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt im April bei 3,5 Prozent (Vormonat: 3,6, April 2013: 3,6). In Baden-Württemberg hat Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim die drittniedrigste Arbeitslosenquote. Der Landesdurchschnitt liegt  bei 4,0 Prozent.

Arbeitgeber haben 1388 Stellen im April gemeldet, 165 mehr als im März. 3795 Stellenangebote waren zum Stichtag im Bestand, das sind 76 mehr als im Vormonat. „Der Zuwachs bei den Stellenzugängen sowie die niedrige Arbeitslosigkeit zeigen, dass das Thema Fachkräftegewinnung für die Unternehmen in der Region eine unverändert hohe Bedeutung hat“, so Stefan Gutfreund. Und weiter: „Die Ausbildung ist für Betriebe der wichtigste Weg zur Sicherung ihres Fachkräftebedarfes. Mit über 1000 arbeitslosen Jugendlichen sowie knapp 3000 Jugendlichen, die zwar einen Job, aber keine Ausbildung haben, stehen in unserer Region Potenziale für eine betriebliche Ausbildung zur Verfügung. Mit der Initiative „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“ will die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales junge Erwachsene ab einem Alter von 25 Jahren ohne Berufsabschluss für eine abschlussorientierte Qualifizierung gewinnen. Auch Alleinerziehende, für die eine Teilzeitausbildung ein guter Weg sein kann, werden angesprochen. Zur Teilzeitausbildung bietet die Agentur im Mai zwei Informationsveranstaltungen für Arbeitgeber (8. Mai) und für Arbeitnehmer (27. Mai) an.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent (März: 3,6). Es wurden im April 3623 Arbeitslose gezählt, 118 Personen weniger als im März. 1011 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1128 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.

Arbeitgeber haben 445 Stellenangebote gemeldet (April 2013: 476). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1248.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Vormonat 3,0 Prozent). Es wurden im April 1922 Arbeitslose gezählt. Das sind 27 Menschen mehr als im März. 474 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 449 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.

Arbeitgeber haben 203 Stellenangebote im April aufgegeben (April 2013: 224). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 709.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,5 Prozent (Vormonat 3,7 Prozent). Im April waren 2560 Menschen arbeitslos gemeldet, 161 weniger als im Vormonat. 594 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 763 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.

Arbeitgeber haben 487 Stellenangebote gemeldet (April 2013: 340). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1239.

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,9 Prozent (Vormonat 4,1 Prozent). Es waren im April 3005 Menschen arbeitslos gemeldet, 190 weniger als im Vormonat. 671 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 847 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.

Arbeitgeber haben 253 Stellenangebote gemeldet (April 2013: 193). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 599.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5783 Arbeitslose gemeldet, 59 weniger als vor einem Jahr (Veränderung: Minus 1,0 Prozent). Zum Vergleich: im Rechtskreis des SGB III ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,2 Prozent gefallen. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 52,1 Prozent (April 2013: 51).

Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im April 1982 Arbeitslose registriert (März: 1984). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1641 Arbeitslose (März: 1757).

Von den 1922 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 986 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (März: 945). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im April 936 Arbeitslose registriert (März: 950).

Von den 2560 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1326 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (März: 1377). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1234 Arbeitslose registriert (März: 1344).

Beim Jobcenter im Neckar-Odenwald-Kreis waren zum Stichtag im April 1489 Arbeitslose registriert (März: 1542). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1516 Arbeitslose (März: 1653).

Der Ausbildungsmarkt

Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September. Somit ist für den Ausbildungsmarkt im Moment noch keine endgültige Bilanz möglich. Seit Oktober 2013 meldeten sich 3570 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich wurden von Arbeitgebern 4463 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das entspricht einem Minus gegenüber dem Vorjahr von 2,5 Prozent. „Rein rechnerisch kommen auf einen Bewerber 1,25 Ausbildungsstellen,“ erklärt Stefan Gutfreund. Eine Kombination aus dem einsetzenden demografischen Wandel und dem gleichzeitigen Trend zu höheren Schulabschlüssen haben dafür gesorgt, dass der Ausbildungsmarkt in Baden-Württemberg sich in den zurückliegenden Jahren zunehmend zu einem Bewerbermarkt entwickelt hat. „Wir stellen fest, dass Betriebe zunehmend Jugendliche einstellen, die keine olympiareifen Leistungen nachweisen können.“ Bei Bedarf können Jugendliche einen der 425 Plätze für ausbildungsbegleitende Hilfen in Anspruch nehmen. Stütz- und Förderunterricht, Deutschunterricht oder sozialpädagogische Begleitung unterstützen den positiven Verlauf und erfolgreichen Abschluss der betrieblichen Ausbildung.

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