Heilig-Blut Wallfahrt barrierefrei erleben

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Der Blutschrein wird in der vierwöchigen Hauptwallfahrtszeit zu mehreren Terminen vor dem Hochaltar aufgestellt, damit ihn alle Pilger berühren können. Ansonsten ist er nur über eine schmale Treppe hinter dem Blutaltar zu erreichen. (Foto: pm)

Walldürn. (pm) Demografischer Wandel – mangelnde Barrierefreiheit – Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind Schlagworte, über die es fast täglich etwas zu lesen gibt. Diese Themen sind allgegenwärtig und fordern gesamtgesellschaftliche Anstrengungen um diese Aufgaben anzugehen und zu optimieren. Auch an einem Wallfahrtsort wie Walldürn gilt es diese Herausforderungen zu realisieren um mit geeigneten Maßnahmen allen Pilgern und Gläubigen eine bestmögliche Teilnahme am Wallfahrtsgeschehen zu ermöglichen.

Trotz der in Walldürn sicher nicht einfachen topographischen Situation im Kernstadtgebiet haben die Wallfahrer und Pilger mit Mobilitätseinschränkungen die Möglichkeit bis an die Wallfahrtsbasilika zu fahren und von dort aus, auch mit einem Rollstuhl und Gehhilfen in das Gotteshaus zu gelangen. Bis auf die Außentreppe am Blutaltar sind alle anderen Eingänge ebenerdig zu erreichen.

Das neu modernisierte Pfarr- und Gemeindezentrum direkt neben der Basilika besitzt einen Fahrstuhl mit dem man in der Wallfahrtszeit mühelos in den ersten Stock zur dortigen Franziskuskapelle gelangen kann. In der Wallfahrtszeit findet hier ganztägig von 8.45 Uhr bis 18 Uhr eine Eucharistische Anbetung vor dem Allerheiligsten statt. Auch das dort befindliche Wallfahrtsbüro ist über eine Rampe gut zu erreichen und es können bequem Heilige Messen bestellt und Wallfahrtsgegenstände gekauft werden.

An mehreren Terminen in der Hauptwallfahrtszeit, dem Walldürner Krankentag (1. Juli), am Kleinen Blutfeiertag / Antoniustag (3. Juli), am Montag nach dem 3. Wallfahrtssonntag (7. Juli) und am letzten Wallfahrtssonntag (13. Juli) wird der Blutschrein vor dem Hochaltar für alle Pilger erreichbar aufgestellt. Dort kann der Schrein und die Scheibe mit dem sich dahinter befindlichen Blutkorporale berührt werden.

Auch alle Stationen mit Opferkerzen sind in der Basilika gut erreichbar und ermöglichen für Jeden ein leichtes Entzünden. Ganz neu gestaltet wurde im letzten Jahr das Elfenbeinmuseum, das über den Pfarrhof auch ebenerdig erreicht werden kann. Vor dem Umbau des Pfarr- und Gemeindezentrums wäre dies nicht möglich gewesen. Das Elfenbeinmuseum beinhaltet neben den Schnitzereien auch sakrale Ausstellungsgegenstände.

Die sanitären Einrichtungen um die Wallfahrtsbasilika sind ebenfalls barrierefrei erreichbar und auch die Entfernungen und Wege von den Parkplätzen im Innenstadtbereich können gut bewerkstelligt werden. Direkt an der Basilika befinden sich zudem einige Behindertenparkplätze.

Nicht zuletzt sind auch verschiedene gastronomische Betriebe in Walldürn und den Stadtteilen barrierefrei erreichbar und ermöglichen einen angenehmen Aufenthalt. Auch der Walldürner Wallfahrtsmarkt am Schlossplatz bietet Allen ein ungehindertes Erreichen der Ausstellungsstände.

Die Walldürner Wallfahrtsleitung ist sich dieser Herausforderung in Punkto barrierefreies Wallfahrten bewusst und wird auch in Zukunft darauf achten, dass dies möglich sein wird. Sicherlich steht hierbei unter anderem der Wunsch für eine noch leichtere Erreichbarkeit der Lourdes-Grotte, oberhalb des Freialtars, ganz oben auf der Wunschliste.

Infos zur Wallfahrt:

www.wallfahrt-wallduern.de

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