Notfallrettung, Alltagshilfen, Gesundheitswesen

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Mosbach. (pm) Vor Ihrer Fraktionssitzung informierte sich die SPD- Kreistagsfraktion über die Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes und über die integrierte Leitstelle in Mosbach.
Der DRK – Geschäftsführer Steffen Blaschek berichtete über die vielfältigen Aufgaben des DRK und beantwortete kompetent die vielfältigen Fragen der Fraktionsmitglieder.

Der DRK-Kreisverband Mosbach e.V. ist für die Gemeinden des Altkreises Mosbach und die Gemeinden Neudenau und Stein zuständig. Er beschäftigt ca. 180 Mitarbeiter, die gemeinsam mit den fast 800 ehrenamtlichen Helfern neben anderen Hilfsangeboten für die Notfallrettung, die Krankentransporte und den Katastrophenschutz sorgen. Außerdem betreibt das DRK gemeinsam mit der Feuerwehr rund um die Uhr die integrierte Leitstelle für den ganzen Landkreis, der ca. die Hälfte der Kosten trägt. Dabei ist die eigentlich notwendige Doppelbesetzung aus finanziellen Gründen nur von 8 bis 20Uhr möglich, obwohl auch der ärztliche Bereitschaftsdienst über die Leitstelle läuft. Die vorgesehene Einrichtung des Digitalfunks wird ca. eine Million kosten.

Sorge machen die Zentralisierungstendenzen der Krankenkassen: Sie wollen die 34 im Land zu nur noch 8 Zentren umgestalten. Aus Sicht der Mitarbeiter ist aber Ortskenntnis wichtig, da es häufig Übertragungsfehler gebe.“ Auch im ländlichen Raum darf nicht an der Gesundheit gespart werden“ stellte Kreisrätin und MdB Dr. Dorothee Schlegel für die Mitglieder der SPD-Fraktion fest. Die Finanzierung ist auch bei der Notfallrettung, wo eine Hilfsfrist von 15 Min. gefordert ist, ein Thema.

Für den Transport der Verletzten stehen zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug bereit. Allerdings werden aber die von den Helfern am Unfallort erbrachten medizinische Leistungen von den Krankenkassen nicht honoriert. Auf die Nachfrage von Kreisrat Ralf Schnörr nach der Ausstattung der„Helfer vor Ort“ berichtete Blaschek, dass diese vom DRK getragen werde. Für den Krankentransport stehen sechs Fahrzeuge zur Verfügung. Hier sorge die Konkurrenz durch Taxifahrten ohne medizinische Versorgung für Probleme.

Neben diesen ureigensten Aufgaben ist das DRK in vielfältiger Weise im Landkreises tätig. So gebe es seit einigen Jahren eine Wohnsitzlosenbetreuung und seit Kurzem ein Aufnahmehaus. Außerdem führe das DRK jährlich in Absprache mit der AWN 4 Straßensammlungen mit Alttextilien durch und stelle in vielen Gemeinden Altkleidercontainer auf, wobei die„scheinbar gemeinnützigen“ Sammlungen in den Gemeinden Probleme bereiteten.

Ein weiteres Standbein sei seit 1993 die stationären Altenpflege mit je einem Heim in Schefflenz und Waldkatzenbach und die Tagespflege sowie der Pflegedienst. Dabei beschränke sich das DRK nicht nur auf die unmittelbare Pflege, sondern suche in den Standorten auch nach strukturellen Verbesserungen wie z.B die Einrichtung von kleinen Läden oder von Fahrdiensten. Zur Sprache kam auch das Interesse des DRK an dem Konzeptwettbewerb für das Pflegeheim in Hüffenhardt.

Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann bedankte sich beim Geschäftsführer für die sehr aufschlussreiche Informationen und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vielfältigen Hilfeleistungen. „Besonderer Dank gilt aber auch allen ehrenamtlichen und freiwilligen Helferinnen und Helfern beim DRK, die einen wichtigen Beitrag leisten zur guten und sicheren Versorgung im Neckar-Odenwald-Kreis“ In der nachfolgenden Besprechung wurde deutlich, dass die Fraktion überdenkenswerte Entwicklungsmöglichkeiten für das Pflegeheim in Hüffenhardt sieht, die auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeregt und mitgetragen werden. „Wir sehen die Chance für eine pflegerisch und wirtschaftlich solide zukünftige Entwicklung, die sowohl den Bewohnern als auch den Mitarbeitern und dem Betreiber gerecht werden kann“ fassten die Kreisräte Karlheinz Graner und Walter Neff die Meinung der SPD-Fraktion zusammen.

Weitere Beratungspunkte waren unter anderem der Antrag der Grünen zur Implementierung einer Regionalen Gesundheitskonferenz im Neckar-Odenwald-Kreis. Zwar befürwortet die SPD-Fraktion das Ziel einer verbesserten und verbreiterten Kommunikation über die wünschenswerte und notwendige Gesundheitsversorgung im Neckar-Odenwald- Kreis.Die Einrichtung eines weiteren Gremiums wird aber aus zeitlichen und arbeitsökonomischen Gründen nicht als sinnvoll angesehen. Die vorgesehenen Inhalt sollten deshalb aus Sicht der SPD an die schon bestehende Kommunale Gesundheitskonferenz übertragen und dabei auch die Weiterentwicklung der Neckar-Odenwald-Kliniken mit beraten werden.

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