Schüler werden zu Freizeithelden

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Ein gemeinsames Projekt für Alt und Jung

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(Foto: pm)

Limbach. (pm) Mit dem Projekt „Freizeithelden“ ist es der Schule am Schlossplatz in Limbach gemeinsam mit dem ebenfalls ortsansässigen  Bildungspartner, dem Seniorenzentrum Katharina von Hohenstadt, gelungen, Jugendliche und Senioren zusammen zu bringen.

Ideengeberin sowie Projektleitung ist die Limbacher Schulsozialarbeiterin Nicola Schäfer, die, von der ehrenamtlichen Jugendbegleiterin Marita Krämer aus Wagenschwend, tatkräftig unterstützt wird. Jeden Dienstag macht sich eine Gruppe der insgesamt 16 Jungen und Mädchen der Klassen 5-8 im Rahmen des erweiterten Betreuungsangebotes der Schule auf den Weg, um Zeit mit den alten Menschen zu verbringen.

Diese Zeit beinhaltet Spaziergänge, die Pflege der Tiere, es werden Brettspiele gespielt,  mit der Wii-Konsole gekegelt,  es gibt Besuche auf den Zimmern, in der Weihnachtszeit wurden Nikolaustütchen für die Bewohner gepackt, gemeinsam gebacken und noch vieles mehr. Auch die eine oder Freundschaft wurde zwischen den Senioren und Seniorinnen und den Jugendlichen bereits geschlossen.

Gelernt werden sollen dabei soziale Kompetenzen, Einblicke in und Teilhabe am Leben von Älteren und die Erkenntnis, dass man als junger Mensch von dem Wissen und den Erfahrungen der Älteren profitieren kann.




Für die erforderlichen Materialien und Spiele sorgt das Seniorenzentrum Katharina von Hohenstadt. Die Schüler machen den Alltag für die Senioren interessant und abwechslungsreich. Die Kinder geben dabei Hilfen im Alltag, lassen sich auf die Bewohner mit Ihren Wünschen ein. Hierbei werden Erinnerungen an die eigenen Kinder und Enkel geweckt und gegenseitiger Austausch findet bei jeder Begegnung statt.

Die Jugendlichen freuen sich, wenn sie die Senioren und Seniorinnen besuchen dürfen. Sie seien froh, über das Projekt mit älteren Menschen in Kontakt zu kommen. Lea aus Klasse 7 stellt fest: „ Man kann super mit den alten Leuten reden und so viel Interessantes über die Vergangenheit, den Krieg oder einfach vom ihrem Leben erfahren. Dennis aus Klasse 8 findet, die alten Menschen seien zum Teil richtig lustig, er habe viel Spaß beim gemeinsamen Spielen: „Am liebsten spielen ich und unterhalte mich dabei!“. Marie aus Klasse 7 geht sehr gerne in Seniorenzentrum. Einer der Bewohner ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Um ihn sorgt sie sich, da er krank sei und zurzeit keinen Besuch bekommen könne.

Martina Meixner, Rektorin der Schule am Schlossplatz und Michael Winnewisser Hausleiter des Seniorenzentrums sind sich einig, dass das Positive an der Begegnung für alle Beteiligten spürbar ist.

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass das Projekt sogar Auslöser für eine spätere Berufsentscheidung sein kann. Die Jugendlichen bekommen neben der Möglichkeit Praktika zu absolvieren, einen regelmäßigen Einblick in das Geschehen und entscheiden sich vielleicht für eine Lehrstelle im sozialen Bereich.

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