Jogger wegen Blutvergiftung in Klinik

Mosbach. Wie letzte Woche bereits polizeilich berichtet wurde, wird
weiterhin ein bislang unbekannter Mann gesucht, dessen Hund einen
Jogger biss. Der 56-jährige Läufer muss infolge einer schweren
Blutvergiftung weiterhin intensivmedizinisch in einem Krankenhaus
behandelt werden.

Ergänzend zu den bisherigen polizeilichen Meldungen, kann der
Sachverhalt mittlerweile etwas weiter präzisiert werden:

Der Geschädigte joggte am regnerischen Sonntag, dem 11. Mai 2014,
gegen 10:30 Uhr, auf einem Feldweg von Mosbach in Richtung
Elztal-Dallau. In der Nähe einer Feldscheune parkte ein beigefarbener
PKW, vermutlich ein älteres Modell eines VW-Passats. Am Steuer des
Fahrzeugs, vor dem zwei Hunde herumliefen, saß ein zirka 35 Jahre
alter Mann. Nachdem der Jogger die Stelle passiert hatte, folgten ihm
die Hunde. Einer der Hunde, ein sogenannter Malinois (Belgischer
Schäferhund) mit schwarzer Schnauze, kurzem hellbraunen Fell und
dunklem Kopf, der einem Deutschen Schäferhund ähnelte, holte den
Läufer ein und biss ihm leicht in die linke Hand. Die Verletzung
erschien zunächst nicht gravierend und wirkte wie ein kleiner
Kratzer. Der Gebissene und der Hundehalter unterhielten sich kurz und
verständigten sich dahingehend, dass nichts Schlimmeres passiert sei.
Beim kleineren Hund handelte es sich um einen Mischlingshund.

Im Laufe der Woche nach dem Beißvorfall verschlechterte sich der
Gesundheitszustand des Joggers dramatisch. Er entwickelte zunächst
grippeähnliche Symptome, musste nach wenigen Tagen aber mit einer
schweren Blutvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dort
wurde festgestellt, dass sich der Läufer höchstwahrscheinlich durch
den Hundebiss mit einem Bakterium infiziert hatte. Die zeitnahe
Verabreichung eines Antibiotikums hätte der Blutvergiftung aber wohl
entgegenwirken können.

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