Über Pflegefreundlichkeit von Kommunen diskutiert

MdB Dr. Dorothee Schlegel im Gespräch mit Pflegekräften

2014 05 12 Pflege Fruehstueck002

(Foto: pm)

Buchen. „Welche Qualität die Pflege älterer Menschen hat, hängt entscheidend davon ab, wie die Bedingungen in den Kommunen jeweils gestaltet sind“, betonte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel bei einem Gespräch im Café Wittemann in Buchen. Um über die aktuelle Situation der Pflege vor Ort ins Gespräch zu kommen, hatte die Familienpolitikerin zu einem „Runden Tisch“ eingeladen.

Gekommen war neben Stadträtin Amelie Pfeiffer auch die Altenpflegerin und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Buchen, Nicole Ansorg. Insgesamt waren acht der mehr als zehn interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst im Bereich der Pflege tätig. Anschaulich schilderten sie der Abgeordneten einige Problemfelder ihrer täglichen Arbeit sowie spezifische Schwierigkeiten im ländlichen Raum. Fachkräftemangel, weite Entfernungen, eine steigende Nachfrage gegenüber vergleichsweise wenigen Anbietern und fehlende Anlaufstellen wurden genannt.

Letzteres behandelte MdB Schlegel besonders ausführlich. Sie sprach sich für die Notwendigkeit eines Pflegestützpunktes im Kreis aus, der Beratung aus einer Hand anbietet und den es in anderen Landkreisen bereits gibt. Diese Pflegestützpunkte bieten Angehörigen, die für einen Pflegefall zu sorgen haben, fachlichen Rat und Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Pflegeplatz.

„Den drohenden Fachkräftemangel müssen wir bekämpfen, indem die Pflegeberufe finanziell besser ausgestattet und die Arbeitsbedingungen attraktiver gestaltet werden. Die häusliche Pflege von Angehörigen, die überwiegend von Frauen geleistet wird, sollte durch eine Stärkung kommunaler Dienste unterstützt werden. So können die Menschen Beruf und familiäre Pflegeleistung besser unter einen Hut bekommen“, bekräftigte Schlegel. Einig war sich der „Runde Tisch“, dass gerade im ländlichen Raum die Gemeinden Lösungen über eine interkommunale Zusammenarbeit suchen müssten. „Dies ist eine gute Chance für die vielen kleinen Gemeinden, deren finanzielle Mittel oft sehr beschränkt sind“, so die Bundestagsabgeordnete. Um dem demographischen Wandel zu begegnen und Versorgungslücken bei der Pflege zu schließen, seien die Kommunen gefordert, zusammenzuwirken und ihre Infrastruktur pflege- und seniorengerecht weiterzuentwickeln. Schlegel dankte allen Teilnehmenden für die Informationen und Eindrücke aus erster Hand und insbesondere Nicole Ansorg, die den „Runden Tisch“ organisiert hatte, für ihr Engagement. Die Politikerin versprach, die Pflegeversorgung im ländlichen Raum auch auf Bundesebene weiterhin beständig im Blick zu behalten.

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1 Kommentar

  1. aber nicht nur drüber reden wie es schon seit jahren nur gemacht wird!!! sondern auch mal handeln….reden könne se alle gut !!! ich diskutiere auch nicht ewig rum wenn es einen patienten schlecht geht !! ich handel SOFORT !!!!!

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