Sterben wird in Seckach teurer

Seckach. (lm)Das Sterben in der Gemeinde Seckach mit ihren Ortsteilen wird künftig deutlich teurer werden als bisher. Grund hierfür ist die aus dem Jahre 1985 stammende Friedhofssatzung, die nun in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates überarbeitet und den heutigen Kostenverhältnissen angepasst, vorgestellt und als neue Satzung beschlossen wurde. Das Gremium stimmte den vorgeschlagenen Änderungen von Anna Wagner vom Allevo-Büro für Kommunalberatung zu, wobei der Kostendeckungsgrad in den nächsten Jahren angepasst wird. Genauer erreicht er ab jeweils 1. Januar 2015 53 Prozent, 2016 dann 61% und 2018 schließlich 74 %. Außerdem wurden für alle drei Friedhöfe die Standorte der Baumgräber festgelegt. Zuvor hatte man sich im Rahmen einer Besichtigungstour bei anderen Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis und im Landkreis Heilbronn informiert. Bürgermeister Thomas Ludwig: „Ursächlich für die Erhöhung unserer Friedhofsgebühren ist die Tatsache, dass die letzte Gebührenanpassung schon 17 Jahre zurück liegt und der Kostendeckungsgrad des Bestattungswesens deswegen schon seit vielen Jahren stark unterdurchschnittlich ist.“ Dies habe auch die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg schon mehrmals angemahnt. Die neue Friedhofssatzung tritt mit Wirkung zum 1. August diesen Jahres in Kraft.

Beschlossen wurden auch einige Arbeitsvergaben im Rahmen der Wasserversorgungskonzeption bei der ersten Ausbaustufe am Neubau „Hochbehälter Talberg“. Nach vorangegangenen Ausschreibungen erhielt aufgrund des günstigsten Angebotes die Firma Schuler aus Mosbach den Zuschlag für die Hydraulische Installation für 101.766 Euro und für die EMSR-Technik für 35.621 Euro. Zum Angebotspreis von 11.901 Euro wird die Firma Kuhn aus Höpfingen die Programmierung mit Anbindung und Erweiterung verantwortlich zeichnen. Die Firma Holzbau Ühlein aus Seckach übernimmt die Zimmerer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten für 20.147 Euro und die Firma Dietmar Obrecht aus Osterburken erhielt den Zuschlag für die Malerarbeiten in Höhe von 5.732 Euro. Vergeben wurden die Estrich- und Fliesenarbeiten für 48.682 Euro an die Firma Steinwerk Fehr aus Mosbach sowie die Metallbau- und Schlosserarbeiten an die Firma Schuler aus Mosbach für 63.503 Euro. Die erste Ausbaustufe der Wasserversorgungskonzeption wird mit Kosten in Höhe von rd. 3,04 Mio. Euro und die Gesamtmaßnahme mit rd. 5,9 Mio. Euro veranschlagt, die allerdings im förderwürdigen Rahmen liegen.

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Probleme bereitet dagegen seit vergangenen Herbst der Asphaltbetonbelag in der Bahnhofstraße in Seckach. Nach dem die Straße wieder für den Verkehr freigegeben war, stellten Bauleitung, Verwaltung und auch die Bevölkerung deutliche Unebenheiten beim Befahren der Straße fest. Nach einer Ebenheitsmessung durch das Regierungspräsidium als Eigentümer der Straße war nun die bauausführende Firma mit einer Sanierung der 17 Mängelstellen beauftragt worden und hat inzwischen Vorschläge eingereicht. Die Gemeindeverwaltung wird sich der Entscheidung des Regierungspräsidiums anschließen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde durch den Gemeinderat festgestellt, dass bei keiner Person, die bei den vergangenen Kommunalwahlen der Gemeinde Seckach gewählt wurde, ein Hinderungsgrund vorliegt. Somit konnte nun auch der Gutachterausschuss für den Gemeindeverwaltungsverband „Seckachtal“ mit Sitz in Adelsheim neu besetzt werden. Vorgeschlagen wurden Gerhard Bender als Gutachter und stv. Vorsitzender sowie als Gutachter Rita Bischoff und Martin Kast. Ein Dank galt hierbei Josef Ackermann, der als langjähriger stv. Vorsitzender und Gutachter für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stand.

Beschlossen wurde auch die Annahme von Spenden zur Förderung kultureller Zwecke im Bereich der Sanierung „Bergkapelle“, für die Seckachtalschule und den Kindergarten in Großeicholzheim in Gesamthöhe von 1.960 Euro.

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