Eberbach mit schlechtester Hausarztversorgung

Bericht der Kassenärztlichen Vereinigung weist den Bezirk Eberbach als Schlusslicht im landesweiten Vergleich bei der Hausärztlichen Versorgung aus.

Eberbach. (pm) Nach einem Bericht der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württembergs wird die Überalterung der Hausärzte in den kommenden Jahren zu massivem Ärztemangel führen. In den nächsten fünf Jahren werden 1600 Hausärzte in den Ruhestand gehen, von denen nur jeder Dritte einen Nachfolger findet.

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Von einer Unterversorgung der Bevölkerung sprechen Experten, wenn ein Arzt auf 2100 Einwohner und mehr kommt. Nahe diesem Wert liegt laut Bericht jedoch nur der Bezirk Eberbach im Wahlkreis der Landtagsabgeordneten Charlotte Schneidewind-Hartnagel.

„Die Gründe für die mangelnden Nachfolgen sind vielfältig. Von Seiten des Landes wurden deshalb Anreize für die Arztnachfolge geschaffen. Im Zuge des Aktionsprogramms Landärzte sind in den vergangenen zwei Jahren 700 000 Euro an 34 AntragstellerInnen ausgeschüttet worden“, so Schneidewind-Hartnagel.

Auf kommunaler Ebene sollen die Kommunalen Gesundheitskonferenzen der Land- und Stadtkreise zudem wesentlich dazu beitragen, kommunale Ziele im Sinne der Leitsätze festzulegen und die regionalen Versorgungsstrukturen entsprechend zu gestalten. Bisher haben 35 der 44 Stadt- und Landkreise eine Kommunale Gesundheitskonferenz eingerichtet bzw. angekündigt.

„Um die Hausarztversorgung in Eberbach und der Region dauerhaft sicherzustellen wäre die Einberufung einer regionalen Gesundheitskonferenz ein geeignetes Mittel um gerade die regionale Versorgungsstruktur und deren Herausforderungen für die Zukunft zu analysieren und zu diskutieren, um in einem nächsten Schritt zusätzliche Anreize von Seiten der Stadt für neue Hausärztinnen und Hausärzte schaffen zu können“, regt die Sozialpolitikerin an.

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