Positive Eröffnung der Gemeinderatssitzung

Mudau. (lm) Mit einem besonders positiven Eröffnungspunkt stellten Hubert Wagner vom Vorstand der „Joachim und Susanne Schulz Stiftung“ und F. Schirmer als hauptamtliche Mitarbeiterin das Projekt MINT-Förderung vor.

In den letzten dreieinhalb Jahren seit Gründung der Stiftung hat diese in den Raum Amorbach rd. 400.000 Euro und in den Raum Mudau rd. 305.000 Euro fließen lassen. Leider sei die derzeitige Zinsentwicklung  nicht sehr förderlich für Stiftungen, auch wenn das Stiftungsvermögen ansehnlich ist, dennoch sei aktuell noch Luft bei den eingegangenen Anträgen. Und seit April wird das neue Projekt aufgebaut und koordiniert.

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Die Begriffe Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bilden das Phantasiewort MINT. F. Schirmer erläuterte die MINT-Pyramide die geeigneten Nachwuchs in den genannten Fachgebieten ab 5. November fördern will und die breiteste Basis  bei den Jüngsten (Kindergarten) bildet. Dabei sollen die Bereiche begreifbar und erlebbar gemacht werden, um die Begeisterung der Schüler für Forschung und naturwissenschaftliche Themen zu wecken. Interessen- und Talentförderung stehen dabei im Fokus. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Angeboten, die Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren in ihrer natürlichen Begeisterung für das Forschen, Experimentieren und Bauen und ihrem Drang nach Wissen und Verständnis zu bestärken.

Als erstes Ziel stehen sogenannte Kindergartenpakete an und weitet sich auf enge Zusammenarbeit mit den Schulen. Genauer in Organisationen von Fortbildungen, Unterstützung von Lehrkräften bei der Vermittlung von technischen und naturwissenschaftlichen Inhalten u.v.m. und schließlich stellen sich die Verantwortlichen als zweites Ziel den Aufbau einer lokalen Struktur zur Talentförderung z. B. in Form eines Techniklabors mit ergänzender Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort in Technik-AGs oder Jugend-Forscht-Gruppen. Das Angebot wurde vom Gremium mit begeistertem Beifall aufgenommen. Bevor man sich wieder dem „normalen Tagwerk“ widmete.

Der ehemals privat verlegte Stichkanal in der Mudauer Fettigstraße weist erhebliche Schäden auf und muss daher dringend saniert werden. Aus diesem Grund hatte die Gemeindeverwaltung die Arbeitsvergaben ausgeschrieben und auch die Finanzierung geregelt. Aufgrund der angetroffenen Statik der Rohre sowie der Lage im Bereich von Hausgärten soll die Sanierung im sog. „Berstliningverfahren“ durch Verdrängung der Altrohre ins Erdreich und gleichzeitigem Einzug eines neuen Kanals erfolgen. Zwischenzeitlich werden über diesen Kanal 12 Grundstücke entwässert und so sollen die Hausanschlüsse nach der Sanierung punktuell in offener Bauweise wieder hergestellt werden. Wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates betonte, seien aufgrund der Kostenunterschreitung, die sich bei der Ausschreibung des Kanals in der Prof.-Albert-Straße in Steinbach ergaben, dort Beihilfemittel frei, die man nun in erwarteter Höhe von 70.000 Euro für die Maßnahme in der Fettigstraße verwenden kann. Zum Angebotspreis von 92.508 Euro ermächtigte der Gemeinderat den Bürgermeister, die Firma Riedmüller Bau aus Weinsberg-Wimmental als günstigsten Bieter mit der Kanalsanierung zu beauftragen. Der teuerste Bieter lag bei 137.419 Euro.

Eine solide und positive Führung des allgemeinen Gemeindehaushaltes dokumentierte der Tagesordnungspunkt „Bildung von Haushaltsresten für die Jahresrechnung 2013“. Wie Kämmerer Gerd Mayer erläuterte wurden hierbei vorgesehene Mittel nicht verbraucht und können somit mit Zustimmung des Gemeinderates in das laufende Haushaltsjahr übertragen werden. Nach dem vorläufigen Haushaltsergebnis wurde vom Verwaltungshaushalt eine Zuführung von 805.000 Euro erwirtschaftet, wodurch auf eine Kreditaufnahme im Jahr 2013 verzichtet werden kann. Besonders erfreulich nahmen die Räte die Tatsache zur Kenntnis, dass noch ein Betrag von 145.000 Euro der allgemeinen Rücklage zugeführt werden kann. Beschlossen wurde die Bildung von Haushaltsresten im Verwaltungshaushalt (Ausgaben) von 181.100 Euro, im Vermögenshaushalt (Einnahmen) von 429.400 Euro und im Vermögenshaushalt (Ausgaben) von 1.412.800 Euro. In der Haushaltswirtschaft der Gemeinde Mudau kann die Kreditaufnahme um 140.000 Euro auf 610.000 Euro reduziert werden, was der erhöhten Zuführung vom Verwaltungshaushalt um ca. 80.000 Euro und weiteren Mehreinnahmen zu schulden ist.


Auch die vorgesehenen Verpflichtungsermächtigungen für den Straßenbau „Brückengut III“, die Straßenbeleuchtung in der Prof.-Albert-Straße und die Kanalsanierung in dieser Straße können dadurch entfallen und verringern sich somit um 190.000 Euro. Im Bereich der Wasserwirtschaft  sind weder im Erfolgs- noch im Vermögensplan keine gravierenden Änderungen gegenüber der Planung zu verzeichnen, daher nahmen die Mitglieder des Gemeinderats den Halbjahresbericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Abschließend in informierte der Bürgermeister über das Ergebnis der Verkehrsschau Amorbacher Straße. Demnach wird der angesprochene Fußpfad parallel zur Amorbacher Straße nächste Woche erstellt, während der Bauzeit sind die 30 km/h genehmigt und werden ausgewiesen und eine mobile Geschwindigkeitsanzeige wurde mit sechs Halterungen angeschafft. Wie vorausgesehen ist die stationäre Geschwindigkeitsmessung vom Landratsamt abgelehnt worden.

 

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