Neofaschismus in Deutschland

Matinee und Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte

Neckarelz. (pm) Der Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz setzt im Sommer seine im Februar 2014 begonnene „Reihe gegen Rechts“ fort. In der vergangenen Woche haben insgesamt 350 Menschen, SchülerInnen wie Erwachsene,  in Osterburken, Adelsheim und Walldürn den Film „Blut muss fließen“ zum Thema Neonazi-Konzerte gesehen und mit Regisseur Peter Ohlendorf darüber diskutiert.

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Am letzten Sonntag vor den Sommerferien, am 27. Juli, wird in der KZ-Gedenkstätte in Neckarelz die neue Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) zu sehen sein. Sie ist derzeit in Schulen und Jugendzentren im Main-Tauber-Kreis unterwegs und kann daher nur an einem einzigen Tag gezeigt werden. Die Ausstellung besteht aus 20 großformatigen Tafeln und will dazu beitragen, dass Neofaschismus nicht auf Dauer zum Alltag gehört. Denn in Deutschland wurden und werden immer noch Menschen beschimpft, geschlagen oder ermordet, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in das Bild passen, das Nazis vom „Deutschen“ haben. Oft sind Hinweise auf rechtsextremistische Tatmotive dabei lange Zeit nicht beachtet worden.

Eröffnet wird die Ausstellung im Rahmen einer kleinen Matinee am 27. Juli um 11 Uhr. Timo Büchner, Student der Politikwissenschaften und guter Kenner der rechten Szene, wird  in einem kurzen Vortrag einen Überblick über einzelne Elemente des „Neofaschismus“ geben, Fragen beantworten und danach zu einem Ausstellungsrundgang einladen.

Die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ ist kostenlos von 12 – 17 Uhr im Seminarraum der KZ-Gedenkstätte (Untergeschoss) öffentlich zugänglich. Auch die Dauerausstellung der Gedenkstätte ist zur gleichen Zeit geöffnet, hier gelten die üblichen Eintrittspreise.

Infos im Internet:

www.kz-denk-neckarelz.de/

http://neofa-ausstellung.vvn-bda.de/

© www.NOKZEIT.de


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