Schwarzstorchbrut im Markgrafenwald nachgewiesen

Schwarzstorch Markgrafenwald IHO

(Foto: pm)

Waldbrunn. (pm) Wie die Initiative Hoher Odenwald heute in einer Pressemitteilung erklärt, habe man durch konsequente, fachlich hochwertige und harte Arbeit den Nachweis einer erfolgreichen Schwarzstorchbrut im Restriktionsgebiet des projektierten Windpark-Geländes im Markgrafenwald, vorab dokumentiert durch ein Foto, das der IHO vom deutschlandweiten Schwarzstorch- und Greifvogelspezialisten Carsten Rohde zur Verfügung gestellt wurde.

Rohde erarbeitet derzeit ein Gutachten im Auftrag der IHO, wobei relevante Großvogelarten rund um das Planungsgebiet erfasst und insbesondere für zwei windkraftsensible Arten die Raumnutzung innerhalb des Einzugsbereiches der Windenergieanlagen-Planung kartiert werden. Er entdeckte und dokumentierte im Rahmen dieser Tätigkeit auch das im Bild gezeigte besetzte Nest mit drei Schwarzstorch-Jungen. Carsten Rohde gilt als absoluter Experte in Sachen Schwarzstorch; auf sein Urteil und seine Einschätzung hört ganz Deutschland.

Neben dem fotodokumentierten Schwarzstorchnest hält die IHO inzwischen mehrere Revierpaare des Schwarzstorchs im direkten Umfeld des Projektgebiets sowie intensive Flugbewegungen über den von Reisenbach und Höllbach umgebenen Bergrücken Markgrafenwald und die nordöstliche Verlängerung, dem Augstel, für eindeutig belegt. Hinzu kommen laut IHO signifikante Dokumentationen weiterer windkraftrelevanter Großvögel. Das von den Windpark-Gegnern in Auftrag gegebene Rohde-Gutachten wird in den nächsten vier Wochen abgeschlossen sein und dann direkt an die Naturschutzbehörden sowie an die Vertreter der Naturschutzverbände gesendet.

Zudem werden von der IHO seit März 2014 zahlreiche Schwarzstorch-Sichtungen jeweils mit Datum, Uhrzeit, Flugrichtung, Namen der Augenzeugen usw. in eine avifaunistische Datenbank eingegeben.

Darüber hinaus weist die IHO darauf hin, dass ein von der “Windpark Markgrafenwald GbR” in Auftrag gegebenes Rohde-Gutachten auf Basis einer Raumnutzungsanalyse im April 2014 den Auftraggebern seit fast zwölf Wochen vorliege, doch von den Investoren nach aktueller Kenntnis nach wie vor nicht den Naturschutzbehörden oder den Naturschutzverbänden, geschweige denn der bürgerschaftlichen IHO zur Kenntnis weitergereicht und somit unter Verschluss gehalten werde. 

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11 Kommentare

  1. Toll!Einfach nur toll!
    Den Retter des Odenwaldes,den Hrn Hein/Hahl
    meinen Dank.
    Das hat ja Auswirkungen fúr den gesamten Groß-
    odenwald u besonders für den NOK-kreis.
    Warum finden die alten Gutachter nichts.
    Hat die Gier in den Amtsstuben alle Entscheider
    bishin zum Ortschaftsrat blind gemacht?!
    Ein Gehirnwäscheprogramm in Gang gesetzt?!
    Ohne Zweifel ja.Seitens der Obrigkeiten wurde/wird ein riesiges Enteignungsprogramm mit Ver-nichtung von Natur,Umwelt u Kultur in Gang ge-
    setzt das zu Durchschauen u zu Verhindern der
    IHO u vielen GEGENWIND BI gelang.
    Danke an diese Leute!Herzlichen Dank!Vergelts
    Gott!Viel Kraft,Mut,Gesundheit und Opferbereit-
    schafta für das Kommende.
    Es ist jede Anstrengung wert.
    Danke an alle Naturpatrioten.

  2. Wenn jemand superstarke Worte benutzt und dies superoft – dann möchte er möglicherweise Stimmung in diesem Fall gegen die Nutzung der Windkraft machen. Kraftmeierisch heißt es unter anderem: „Konsequente, fachlich hochwertige und harte Arbeit“ der Gegenwind-BI IHO. Der Gutachter „Carsten Rohde gilt als absoluter Experte in Sachen Schwarzstorch; auf sein Urteil und seine Einschätzung hört ganz Deutschland.“ Diese „Großvögel“ habe die IHO gesichtet – waren es denn vielleicht Flugzeuge? „Fotodokumentiert“ sei das Schwarzstorchnest – liegt es denn tatsächlich im Plangebiet? Erkennen kann man das nicht! Wenn es der Gegenwind-BI wirklich darum geht, an einer „ökologischen Energiewende“ (lt. Satzung) mitzuwirken, könnte sie sich an der Expertise der Bürgerwindpark-Initiatoren „Großer Wald Buchen-Hettingen“ orientieren. Diese haben in enger Zusammenarbeit mit dem Naturschutz einvernehmlich die Standorte der fünf Windkraftanlagen festgelegt.
    Christine Denz, Mosbach
    S.U.N.-Vorsitzende

  3. Christine, glaubst du im Ernst, man würde so eine Aussage in der Presse bekannt machen und in einem Gutachten eines Deutschland-weit angesehenen Experten festhalten, wenn man die Beweisführung nicht im Hintergrund hätte?

    So professionell wie von der IHO und ihren Weggefährten am Beispiel Markgrafenwald skandalträchtige Zusammenhänge auch in Bezug auf avifaunistische (Fehl-)Einschätzungen aufgedeckt werden, muss man sich hier ganz sicher nicht erst am „Großen Wald“ orientieren.

    „Waren es vielleicht Flugzeuge? …“ – deine ideologische Verblendung stürzt allmählich ins Lächerliche!

    • Humorlosigkeit und Ironie-Unverständnis sind ein Merkmal von Verbissenen und Verblendeten.

      Wenn man also so empflindlich auf die „Flugzeuge“ reagiert, dann ist ja alles klar …

  4. Die Unsachlichkeit des obigen Leserbeitrages spricht für sich. Nein, es waren keine Flugzeuge, Frau Denz! Es gibt noch Naturkundler und Vogelschützer hier, die einen Schwarzstorch, Rotmilan oder Graureiher von einem Flugzeug unterscheiden können. Wir haben inzwischen etliche Expertisen für unser Gebiet hier, und mit dem Naturschutz arbeiten wir auch zusammen. Kein Grund also für Polemik.
    Weiterführende Informationen siehe Beitrag in der Eberbacher Zeitung 19.07.14:
    GEZERRE UM WINDKRAFTGUTACHTEN
    Vogelkundler wirft Ingenieurbüro versuchte Einflussnahme vor – Verfahren ruht derzeit

    Dr. med. Dorothea Fuckert
    Vorstand Initiative Hoher Odenwald, http://www.hoher-odenwald.de

  5. klar Flugzeuge sind schwer von Schwarzstörchen zu unterscheiden…
    da kann sich erst recht ein anerkannter Schwarzstorchexperte schon mal irren
    das Schwarzstorchnest liegt natürlich in Timbuktu …
    ach so ganz vergessen die Koordinaten zu veröffentlichen vielleicht noch Schilder für die Nestzerstörer aufstellen … oh bei den hier 5 vorhandenen Paaren gibt es da ja einen Schilderwald na ja vielleicht besser als gar keinen Wald mehr , klar wir können natürlich auch Flug Umleitungsschilder für die Schwarzstörche aufstellen ….oder am besten sollten sie doch gleich in Afrika bleiben ….
    habe noch nie einen derart unqualifizierten Beitrag zu diesem Thema gelesen wie von Ihnen Fr.Denz …. wie hieß der politische Anfangssatz der “ Grünen “ wenn erst einmal der letzte Baum gefällt worden ist……heute heißt es rettet den Wald vor den “ Grünen “ bei der nächsten Bundestagswahl folgt Ihr hoffentlich der FDP…..ins Nirgendwo….und noch Eines Buchen ist mit hier überhaupt nicht zu vergleichen weder artenschutzrechtlich noch geographisch !

  6. Im TV kam mal ein Beitrag, da hatten sich ein paar gelangweilte Damen Mitte 30 auf die Suche nach Rotmilanen gemacht, weil ihrer Nähe Windräder geplant wurden. Nach eigenen Angaben konnten diese bisher in ihrem Leben sinngemäß nicht mal einen Spatz von einer Schwalbe unterscheiden.

    Ist ja echt zu Tränen gerührt, dass die Zahl der Tierschützer so in die Höhe schnellt.

    Aber ob diese fleißigen Leutchen denn auch so engagiert nach Feldhamstern auf ihrem eigenen Baugrundstück suchen würden, bevor der Bagger kommt?

    Und was sagen die selbsternannten und freilich selbtlosen Vogelfreunde, wenn durch die von ihnen verursachte längere Nutzung von Kohle, Atom und Gas samt Umweltverschmutzung und Klimawandel nicht nur einzelne Piepmatze geschreddert werden, sondern ganze Gattungen aussterben oder zumindest lokal verschwinden?

    • Mann kann immer jedem engagierten Menschen – egal wofür er sich engagiert – vorwerfen, dass er dies nicht schon früher, am besten von Geburt an getan hat. Aber da gab es auch immer schon welche, die vor einem dabei waren.
      Ein dummes und anmaßendes Argument!
      Vor allem haben sich manche schon früh in Gehässigkeit geübt, wie man hier lesen kann. Es ist völlig unsinnig, in diesem niveaulosen Stil weiterzumachen.

      • Es ist fantastisch liebe Frau Doktor, dass Sie mit Ihrem Beschimpfungskommentar akademisches Niveau erreichen und dabei versuchen intellektuell über allen zu schweben. Eben wie ein Schwarzstorch.

        Anderen Unsachlichkeit, Gehässigkeit vorwerfen und selbst mit „dummen“ Beschimpfungen im Glashaus sitzen.

        Diese Koalition aus Pseudo-Naturschützern und arroganten Ich-Menschen bis hin zu wirklich an der Sache interessierten Menschen macht Ihre Angelegenheit in der IHO so unglaubwürdig.

        Alle Mitglieder sind ausschließlich persönlich betroffen, dann so zu tun, als ging es um Arten und öko IST das allerletzte.

        Stefan Grüble

      • wenn sie mir dumme argumente und niveaulosigkeit vorwerfen, dann darf ich doch sicherlich einfach mal auf ihre website verweisen: http://www.fuckert.de/dr-med-dorothea-fuckert/ueber-mich
        da haben sie sicherlich nichts dagegen, das ist alles öffentlich zugänglich.

        unter dem seriösen label als promovierte ärztin bieten sie unwissenschaftliche, religiös motivierte methoden an und führen damit potentiell ihre patienten in die irre:

        „Behandlungsweg: Spirituelle Rückführung: Seelenreise in das Leben zwischen den Leben, Heilung und Entfaltung durch die Erinnerung, wer Sie als Seele eigentlich sind, woher Sie kommen, wozu Sie hier sind und wohin Sie gehen“

        da ist die unwissenschaftliche infraschallhysterie natürlich nicht weit.

  7. Neues aus der STORCHENBRATEREI DENZ:
    -Bauland-Gabi gibt den Senf dazu-

    Die Aussage:Glaube mir 10min Musik sind ge-
    fähicher wie 100Jahre neben einer WKA wohnen“

    vom 21.07.14 jedoch mit dem Hinweis auf den
    Abstand wirft die Frage auf wieso in Bay.2000m
    u BaWü 750;sind das verschiedene Menschen u
    Wissenschaftler/in?
    Oder besteht noch wissenschaftl.Denkbedarf!
    Viele Architekten,Chemiker,Apotheker,Techniker,
    Beamte,Journalisten,Prof.,Handwerksmeister u
    noch viele mehr empfahlen,verkauften,befahlen
    Kraft Gesetz Xerliner Xelle,gelbe Isomatten u
    Innen Holzverkleidung mit Yladecor u zum
    Einschlafen noch Xonderkan.
    Heute alles als Krankmacher anerkannt u verboten.
    Afri/IndiElefanten reden miteinander bis 8km
    JEntfernung mit Hilfe von Infraschall!Eine recht
    neue wissenschaftliche Erkenntnis.
    Der freigemessene Bauschutt des Kernkraft-
    werks Obrigheim wird zum Strassenbau u für
    die riesigen Fundamente der Wka verwendet.

    Jahrzente haben die Menschen im Odw.viele
    Akw im nåherem Umkreis ohne Murren er-
    tragen u sollen jetzt dafür büssen.

    Baut doch die Wka da wo der Strom gebraucht
    wird.Kommt alle sammelt Steine auf den Äckern
    u errichtet im Bauland Hügel für die Wka.
    Für Gabi wäre es auch ein Stück Strafarbeit.

    Von Frau Denz möchte ich wissen wie die Wka
    steuerlich in Erb/Schenkungsfall behandelt
    werden?
    Steuerfrei wie Land/Forstwirtschaften generell!?
    Steuerarm als Industriebetrieb!?
    Oder evtl als Parteienstiftung als folge der Grün/
    Adel Hochzeit.
    Mit diesem verzweifelten Schachzug setzten sie die Grünen selbst Schachmatt.

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