Medienkompetenz und Marketing in der Landwirtschaft

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Zehn Teilnehmerinnen, darunter eine Frau aus dem Main-Tauber-Kreis, konnten kürzlich bei einer kleinen Feier ihre Zertifizierungs-Urkunde für die erfolgreiche Absolvierung einer Qualifizierungsmaßnahme entgegen nehmen.  Sie hatten sich intensiv der „Medienkompetenz und Marketing im landwirtschaftlichen Betrieb“ gewidmet und bekamen dafür von Jürgen Fahrbach, dem ersten Vorsitzenden des Vereins Landwirtschaftliche Fortbildung Neckar-Odenwald e.V., die entsprechenden Bescheinigungen überreicht. Der Qualifizierungskurs wurde von Marion Schmidt-Kowalke vom Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamtes organisiert und von einer externen Firma durchgeführt.

Die Absolventinnen, die alle engen Bezug zur Landwirtschaft bzw. zum landwirtschaftsnahen Dienstleistungsgewerbehaben, haben sich von März bis Juli 2014 an insgesamt 13 gemeinsamen  Unterrichtstagen sowie regelmäßig online unter anderem mit dem Einsatz moderner Medien und Netzwerke wie facebook beschäftigt, mit dem Erstellen von Kalkulationen sowie dem Gestalten von Text- und Werbematerial und Präsentationen für landwirtschaftliche Betriebe. Ergänzend standen persönlichkeitsbildende Inhalte wie „Stärken-Schwächen-Analyse“ und Verkaufs- und Kommunikationstraining mit auf dem Stundenplan.

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Zehn Frauen absolvierten die Qualifizierung „Medienkompetenz und Marketing im landwirtschaftlichen Betrieb“, die über das Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen“ durch das Land Baden-Württemberg und die EU gefördert wurde. Mit auf dem Bild sind Referentinnen und Gratulanten. (Foto: LRA)

Marion Schmidt-Kowalke gratulierte den Absolventinnen und lobte die Leistung, die Schulungstage mit Familie, Haushalt, Betrieb und manchmal zusätzlich auch noch dem Beruf in Einklang zu bringen, was schon allein der Beweis für ein großes organisatorisches Geschick sei. Ihrem Dank an die Referentinnen schloss sich Melanie Bender an, eine der Teilnehmerinnen, die ihrerseits betonte, dass der Kurs eine große Herausforderung gewesen sei: „Aber es hat auch viel Spaß gemacht. Wir waren eine tolle Gemeinschaft.“

Bernhard Heim, Leiter des Fachdienstes Landwirtschaft, ermutigte die Frauen, das Gelernte auch anzuwenden und betrieblich neue Wege zu gehen, die gar nicht so selten auch gefördert werden können. Als Beispiele nannte er Hofcafés, Radlerscheunen oder den bekannten „Urlaub auf dem Bauernhof“. Hier stünde der Fachdienst gerne mit Rat und Tat zur Seite. Jürgen Fahrbach pflichtete dem bei und betonte, wie wichtig es sei, in einem Betrieb zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen: „Wahrscheinlich können sie, die sich in der EDV jetzt fast besser auskennen als ihre Männer, da viel bewirken.“

Laut Marion Schmidt-Kowalke ist im Frühjahr 2015 eine Fortsetzung dieser Maßnahme mit vertiefenden Inhalten u.a. zu Excel, Outlook und digitaler Bildbearbeitung geplant.

 

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