In Château-Thierry Champagner genossen

Gruppenfoto

(Foto: pm)

Mosbach. (pm) Die mittlerweile sechste Tour in eine Mosbacher Partnerstadt organisierte die Partnerschaftsbeauftragte Ursula Geier für Stadtbedienstete mit Angehörigen. Ziel war Château-Thierry. Die 27-köpfige Reisegruppe startete mit dem Bus über die Saarbrücker Autobahn in die lothringische Hauptstadt Metz. Eine fachkundige Führerin lotste den Bus vorbei an den Sehenswürdigkeiten der Stadt und präsentierte zum krönenden Abschluss die berühmte Kathedrale Saint-Étienne mit den von Marc Chagall entworfenen Fensterflächen. Weiter ging es quer durch Frankreich in Mosbachs Partnerstadt. Am Abend wurden die Mosbacher von Château-Thierrys Bürgermeister Jacques Krabal, einigen Stadtverordneten und Mitgliedern des Partnerschafts-Komitees im Rathaus herzlich empfangen. Das Stadtoberhaupt ging in seiner Begrüßung auf die nunmehr 40-jährige Städtefreundschaft und die erst kürzlich stattgefundenen Jubiläumsfeierlichkeiten ein. Als besonderen Willkommensgruß bekamen die Teilnehmer von dem berühmten Champagner kredenzt.

Ein Highlight der Frankreichfahrt erwartete die Gruppe am zweiten Tag mit einem Besuch der nur 80 km entfernt liegenden Hauptstadt Paris. Mit der Metro wurde zuerst Montmartre angesteuert, wo ausreichend Zeit zur Besichtigung des berühmten Malerviertels und der Basilika Sacré-Cœur gegeben war. Nicht fehlen darf ein Besuch der großen Prachtstraße Champs-Élysées mit dem Triumphbogen und zu guter Letzt fuhr die Gruppe an den Trocadéro, der den schönsten Blick auf den Eiffelturm hergibt. Eine Schiffsrundfahrt auf der Seine vermittelte weitere Eindrücke von berühmten Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Notre Dame oder das Louvre.

Tagsdrauf ging es nach Barzy, einem Dorf mitten im Champagner-Anbaugebiet. Ein Winzer vermittelte interessante Informationen über den Werdegang des teuren Rebensaftes, z.B. dass Champagner immer aus drei Rebsorten hergestellt wird. Ein Video veranschaulichte die Arbeit der Weinbauern bei der Produktion während der vier Jahreszeiten. Bei der Verkostung verschiedener Sorten und Qualitätsstufen konnte sich jeder einen eigenen Eindruck über das prickelnde Vergnügen verschaffen.

Der Besuch des amerikanischen Ehrenmals, welches an eine Schlacht im Ersten Weltkrieg bei Chateau Thierry erinnert, bot einen weiten Blick über das Tal der Marne. Die anschließende Besichtigung eines deutschen und eines amerikanischen Soldatenfriedhofs mit Gräbern mehrerer tausend Soldaten des Ersten Weltkrieges stimmte nachdenklich und machte einmal mehr deutlich, wie wichtig Friedensbemühungen auf dieser Welt sind.

Der Nachmittag war noch einem Besuch des Hauses von Jean de la Fontaine, dem berühmten französischen Fabeldichter, gewidmet. Danielle Briet, die ständige Dolmetscherin und Reisebegleiterin, schilderte in dem als Museum eingerichteten Gebäude fachkundig das Leben und Wirken des bekannten Sohnes dieser Stadt. Ein Rundgang durch das Chateau, das der Stadt seinen Namen verleiht, beendete den offiziellen Teil des Tages.

Wiederum sachkundig unternahm die Gruppe am vorletzten Reisetag einen Ausflug zur hoch oben thronenden Schlossanlage Pierrefond. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelalter und wurde im 19. Jh. als Privatresidenz für Napoleon III. ausgebaut. Weiter führte der Ausflug zu einer geschichtlich bedeutsamen Stätte bei Compiègne. In dem als „Wagen von Compiègne“ berühmt gewordenen Speisewagen und späteren Salonwagen wurde auf einer Waldlichtung am 11.11.1918 das Ende der Kampfhandlungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und der Entente vereinbart und damit der Erste Weltkrieg beendet. Im Juni 1940 wurde dort ebenfalls die Kapitulation Frankreichs gegenüber dem Deutschen Reich unterzeichnet. Dieser Waffenstillstand hielt jedoch nicht lange.

Am Nachmittag war Gelegenheit zur Besichtigung des Château de Compiègne gegeben, einem Schloss, das von Kaiser Napoleon restauriert und auch mit seiner Frau Josephine bewohnt wurde.

Was wäre Frankreich nicht ohne seine berühmte Küche. Am Abend kredenzte der Chef des Hotels in Chateau Thierry zum krönenden Abschluss ein Fünf-Gänge Menü vom Allerfeinsten, was der Küche großes Lob einbrachte.

Nach einem herzlichen Abschied von den Begleitern der Partnerstadt ging über die Nationalstraße nach Nancy, die mit ihrer architektonisch sehenswerten Altstadt die Besucher begeisterte und der Heimfahrt nach Mosbach endete die Reise. 

© www.NOKZEIT.de


Werbung

Artikel empfehlen:

Fleisch in Supermärkten nicht verramschen

(Foto: pm) NGG will faire Preise – Im Landkreis 250 Jobs in der Fleischwirtschaft Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) 2,19 Euro für 600 Gramm Nackensteak? Mit Blick auf [...]

SC Weisbach mit neuem Trainerduo

Unser Bild zeigt die beiden neuen Trainer Michael Leiner und David Galm (Foto: Emanuele Zerbo) Gut gemischter Kader soll auch in der kommenden Spielzeit die [...]

In der Katzenbuckel-Therme wird es sportlich

(Grafik: pm) Katzenbuckel-Therme veranstaltet in Kooperation mit der AOK, demSV Neptun Waldbrunn und der Palestra Fitness & Freizeit GmbH aus Eberbach einen Sporttag für alle [...]