Bühnenprojekt mit Theater, Gesang, Band

„K wie Heimat“ – Jeder, ab 12 Jahren kann mitsingen – Erstes Treffen für alle Interessierten – Donnerstag, 17. Juli 2014, 20:00 Uhr Wimpinasaal Buchen

Hettingen. Wer sich mit der Person Adolph Kolping beschäftigt, findet sich in einer Zeit wieder, in welcher der Mensch und die Gesellschaft an Grenzen stoßen.

Das aufkommende Industriezeitalter, die damit einhergehende Verwahrlosung junger Menschen und die Verelendung unzähliger Familien prägen die Gesellschaft. Ausbeutung und Arbeitslosigkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit beeinflussen den Menschen.

Zeitgleich begeistern Karl Marx und Friedrich Engels mit kommunistischen Gesellschaftsideen, aber auch der egoistische Kapitalismus findet mehr und mehr Befürworter. Der christliche Glaube wird als nicht gewinnbringend angesehen und findet immer weniger Beachtung. Kolping erkennt, dass der Mensch sich von Idealen leiten lässt, die verführen statt anleiten. Und er steuert dagegen. Erfolglos zunächst. Aber er kämpft für seine Überzeugung: Familie, Schule, Berufsausbildung und vor allem ein fester christlicher Glaube sind für ihn die Grundpfeiler einer stabilen und gerechten Gesellschaftsstruktur.
Nur da kann der Mensch gedeihen, wo er eine selbstbestimmte Erfüllung findet. Das ist Kolpings feste Überzeugung.

Und diese Überzeugung wächst und besteht bis in unsere Zeit, bis in unser Jubiläumsjahr 2014. Aber was ist davon übrig geblieben?

Welche Rolle spielt Kolping in der öffentlichen Wahrnehmung unserer Zeit? Sind die örtlichen Kolpingsfamilien Vereine wie viele andere auch? Ist Adolph Kolping ein religiöses Relikt längst vergangener Tage? Und dienen seine Ideen nur noch als wohlmeinende Zitate in Festtagsreden?

Kolping war Schuster, Priester, Schriftsteller, Sozialreformer, aber vor allem war er Gesellenvater und Christ. Er hat den Menschen Türen geöffnet und ihnen Wege aufgezeigt, das Leben eigenständig und selbstbestimmt zu führen. Seine Ideen und Gedanken geben Halt und Führung gleichermaßen. Wer sich darauf einlässt, kann Gemeinschaft erfahren – zu Hause, in der Gemeinde, aber auch draußen in der modernen und globalen Welt. Er kann Mut schöpfen für die Herausforderungen unserer Zeit.

In dem Bühnenstück geht es um Gesellschaftsentwürfe wie Kapitalismus, Kommunismus, Krieg aber auch um Konsum.

Es handelt davon, wie schnell wir Menschen uns gewinnen und verführen lassen, wie schnell wir an „Systeme“ glauben, die uns letztlich die Eigenständigkeit rauben und die Menschenwürde nehmen.

Wo findet der Mensch seine Heimat, seine Erfüllung, wo fühlt er sich wohl und geborgen. Dem Menschen wurden und werden immer Angebote gemacht.

K steht für Krieg, Kommunismus, Kapitalismus, Konsum …
K steht aber auch für Kolping …

Die Persönlichkeit Adolph Kolping ist vor allem am Widerstand zu den bestehenden Gesellschaftsverhältnissen seiner Zeit gewachsen. Das faszinierende an seiner Person ist seine zeitlose Deutung des Miteinanders der Menschen in unserer Gesellschaft.

Zum Bühnenstück
„K wie Heimat“ ist ein Bühnenstück, bei dem Theaterszenen mit Chorgesang und Bandmusik wechseln. In einer Familie entzünden sich Gespräche und Diskusionen um die Mitgliedschaft des Großvaters in der örtlichen Kolpingsfamilie.
In Nebenszenen werden dem Zuschauer gesellschaftliche Entwicklungen aufgezeigt, in denen der Mensch zunächst scheinbar Heimat findet, aber doch enttäuscht wird. Dazwischen werden die Ideen und Visionen Adolph Kolpings eingestreut, die aufzeigen, wie aktuell Kolping damals war und heute noch ist.

Zum Projekt
Teilnehmen darf und kann jeder, der sich auf ein solches Projekt einlassen will, Spaß am Singen und szenischen Darstellungen hat. Probebeginn 24.07.2014 um 19:30 Uhr im Magnanihaus in Hettingen

Infos im Internet:
www.chor-projekt-hettingen.de

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