Elternhaus – Unser Netzwerk Kinderschutz

Mosbach. Je engmaschiger ein Netz gewoben ist, desto weniger fällt durch dieses Netz hindurch –  dieses Bild stand Pate bei der Gründung des „Elternhauses“, die die Beratungsstelle für Kinderschutz initiiert hat. Denn möglichst kein Kind im Neckar-Odenwald-Kreis, dessen gesunde Entwicklung gefährdet ist, soll unbemerkt und ohne Hilfe bleiben. Die Gründung ist kürzlich im Landratsamt erfolgt und dem „Elternhaus – Unser Netzwerk Kinderschutz“ – so der volle Namen – sind auf Anhieb 44 der zur Gründungsversammlung geladenen Institutionen bzw. deren Vertreter und weitere Personen beigetreten. Mit dem Elternhaus wurde man bei der Landkreisverwaltung auch dem gesetzlichen Auftrag gerecht, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Auch wenn keine Kinder anwesend waren, stimmte doch eine Bilderbuchgeschichte passend auf das Thema ein. Da war die Mama des Drachenkindes so groß und stark, dass das Kleine vor nichts und niemandem Angst haben brauchte. Martin Wuttke, Erster Landesbeamte im Landkreis, wünschte jedem Kind eine solche Mutter, im übertragenen Sinn also ideale Bedingungen, um gesund an Leib und Seele aufzuwachsen. Da diese aber leider nicht immer so gegeben sind und Eltern oft unsicher, manchmal überfordert oder nicht in der Lage sind, braucht es Unterstützung. Unterstützung, die ineinander greift – ein Netzwerk eben. Der Definition entsprechend soll das Elternhaus ein Zusammenschluss von Personen und Organisationen aus dem gesamten Kreisgebiet sein, die das gemeinsame Ziel verfolgen, das Wohl von Kindern zu fördern und zu schützen, Erziehende zu unterstützen und die Lebensbedingungen von Kindern zu verbessern. Das Fundamt bildet der sogenannte „Erziehungskonsens“, eine Leitlinie, die erzieherische Grundregeln enthält wie „Grenzen setzen“ oder „Normen und Werte vermitteln“.

Pascal Heffner von der Beratungsstelle für Kinderschutz ging in der Folge darauf ein, was im Elternhaus künftig passieren soll: Dort will man Anbieter und Angebote sammeln, Kooperationsvereinbarungen einzelner Mitglieder schließen, Projektarbeit leisten, Fortbildungsangebote ausarbeiten, eine Referentenliste erstellen und die bereits online geschaltete Internetseite www.elternhaus-neckar-odenwald.de ständig aktualisieren und erweitern. Auf diese Internetseite ging die Kollegin Heffners, Melanie Wagner, ein. Derzeit basieren deren Inhalte auf dem „Familienwegweiser“, einem Nachschlagewerk für Adressen und Angebote im Kreis, die für Familien mit Kindern wissenswert sind. „Dieses Nachschlagewerk wollen wir nach und nach erweitern, damit passgenaue Hilfen noch schneller realisiert werden können“, so Melanie Wagner. Dr. Daniel Vater, Ärztlicher Leiter des bei der Johannes-Diakonie angesiedelten Kinderzentrums Mosbach, erläuterte anschaulich den „Erziehungskonsens“, bevor Peter Roos als Leiter des Geschäftsbereichs Jugend im Landratsamt sich bei den künftigen Mitgliedern des Elternhauses für ihre Kooperationsbereitschaft bedankte: „Die Vorteile für sie und ihre Arbeit liegen auf der Hand. Ich nenne nur die Stichworte Information, Synergieeffekte, Sicherheit, Fortbildung und Projekte. Lassen Sie uns gemeinsam im Interesse unserer Kinder daran arbeiten, dass sich das Elternhaus zu einem „Qualitätslabel“ entwickelt.“   

Infos im Internet:

www.elternhaus-neckar-odenwald.de

© www.NOKZEIT.de


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