Polizei warnt vor Mitleids-Betrüger

(Symbolbild)

Heilbronn. (ots) Eine ganze Zeit herrschte Ruhe, jetzt tauchte er wieder auf. Die Rede
ist von einem 46 Jahre alten Mann, welcher der Polizei seit langem
durch zahlreiche Delikte bekannt ist. Jener Zeitgenosse dürfte im
Grunde genommen von seiner mehr oder weniger professionellen
„Trickbetrügertätigkeit“ sowie der Hilfsbereitschaft und dem
Mitgefühl anderer Menschen seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Der Mann sucht in Ladengeschäften wie Buchläden, Parfümerien oder anderen
Örtlichkeiten immer wieder die Nähe junger Frauen. Diesen gegenüber
tritt er dahingehend absolut überzeugend auf, dass er eine
Lügengeschichte über ein vermeintlich krankes Kind erzählt, welches
in einem Krankenhaus in Heilbronn, Stuttgart oder anderswo liegen
würde und das nun ganz dringend und schnell seinen Beistand bräuchte.
Natürlich, und das ist der Knackpunkt, habe der 46-Jährige selbst
kein Geld für die Zug- oder Taxifahrt. Durch seine weinerliche Art,
die nach polizeilichen Erkenntnissen wirklich meisterhaft vorgespielt
wird, gelingt es dem Herrn immer wieder, durch Ausnutzung der
Hilfsbereitschaft und des Mitgefühls an Bargeldsummen im
zweistelligen Eurobereich zu gelangen. Bemerkenswert ist auch, dass
er auf Nachfrage bereitwillig seinen Personalausweis herausgibt,
diesen sogar kopieren lässt und in jedem Fall die Rückzahlung des
übergebenen Geldes zusichert, was selbstverständlich nie geschieht.

Nachdem der im Raum Ludwigsburg wohnhafte Betrüger zu Jahresbeginn
vereinzelt im Landkreis Heilbronn aufgetreten war und während der
letzten Monate verschwunden war, hat er nun offensichtlich erneut
seinen Wirkungsbereich in den hiesigen Raum verlegt. Bisher sind
Fälle des Betruges in Möckmühl, dem Schefflenztal, Neckarsulm und
Mosbach bekannt. Es muss damit gerechnet werden, dass zahlreiche
Vorfälle nicht angezeigt wurden und weitere Delikte begangen werden.
Hilfsbereitschaft und Mitgefühl sind in jedem Fall positive
Eigenschaften, die auch nicht eingeschränkt werden sollen. Es ist die
Skrupellosigkeit mancher Zeitgenossen, weshalb im Gegenzug trotzdem
an das gesunde Misstrauen appelliert werden muss, um gegenüber
Personen, die sich vermeintlich in einer Notlage befinden, gewappnet
zu sein.

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