Beschluss zur Ganztagesgrundschule begrüßt

Flexible Gestaltung in den Kommunen möglich

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Die Verankerung der Ganztagesgrundschule im Schulgesetz und der damit verbundene konsequente Ausbau der Ganztagesschulen durch die Grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg standen im Fokus der jüngsten Vorstandssitzung der Neckar-Odenwälder Grünen. In Übereinstimmung mit dem Wieslocher Landtagsabgeordneten der Grünen, Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, begrüßten die Grünen Kreisvorstände diesen Beschluss, der besseres Lernen, mehr Bildungschancen für alle Kinder und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit sich bringe. Wer hier fälschlicherweise „Gesinnungsterrorismus“ unterstelle, verkenne die Tatsache, dass Städte und Gemeinden die Ganztagsschulen flexibel gestalten können, um den Bedürfnissen vor Ort gerecht zu werden, betonten die Kreisvorsitzenden Christine Böhm und Hans-Detlef Ott. So seien als Ganztagsangebot sieben oder acht Zeitstunden an drei oder vier Tagen in der Woche möglich. Außerdem können die Kommunen zwischen zwei Formen der Ganztagsschule wählen: einer verbindlichen und einer freiwilligen Form.

Die verbindliche Ganztagsgrundschulen kann innerhalb von drei Schuljahren sukzessive eingeführt werden, beginnend im Einführungsjahr mit Klasse 1 und in den folgenden Schuljahren jeweils um eine Klassenstufe erweitert. Die Umstellung ist somit erst im vierten Schuljahr nach Einführung komplett vollzogen. Kinder, die sich im Einführungsjahr in den Klassenstufen 2, 3 oder 4 dieser Schulen befinden und keinen Ganztagsschulunterricht erhalten sollen, werden daher nicht zur Wahrnehmung des Ganztagsangebots gezwungen. „Ganztagsschulen werden also nicht von oben verordnet. Die Schulen haben ausreichend Zeit, sich Schritt für Schritt zur Ganztagesschule zu entwickeln“, unterstrich Schmidt-Eisenlohr. Siglinde Mack, Mitglied im Kreisvorstand und Delegierte für die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung, zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass die Ganztagsschule pädagogisch sinnvoll sei und die Qualität der Grundschule voranbringe. Dies sei ein weiterer Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit: „Ganztagesschule leistet qualitative Betreuung und Begleitung von Kindern, vor allem auch am Nachmittag.“

Abschließend betonte Schmidt-Eisenlohr, dass der Ausbau der Ganztagsgrundschulen auch wesentlich dazu beiträgt, Familie und Beruf besser zu vereinen. „Es ist unsere Aufgabe, die verfügbaren Finanzmittel sinnvoll und effektiv im Sinne junger Familien zu investieren und uns am Bedarf vor Ort zu orientieren. Die Familien bekommen mit einer Ganztagesgrundschule jetzt noch mehr Sicherheit bei der Betreuung ihrer Kinder. Das heutige Gesetz unterstreicht ein weiteres Mal unsere familienfreundliche Politik. Durch den intensiven Ausbau der Kleinkindbetreuung und der jetzigen Ganztagesgrundschule ermöglichen wir den Eltern ein gutes Betreuungsangebot von Anfang an“.

Um das Thema Ganztagesschule auch im Landkreis voranzubringen und allen Interessierten sowie vor allem den zahlreichen grünen GemeinderätInnen einen „kurzen Draht“ zur Ebene der Landespolitik zu bieten, sind seitens der Kreisgrünen weiterhin Treffen sowie Fachgespräche mit Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr geplant.

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