Mindestlohn sorgt für Wettbewerbsgerechtigkeit

Haßmersheim/Obrigheim/Neckarzimmern. (pm) „Ich habe mich sehr gefreut, als ich im Mai im Bundestag bei einem Gespräch mit Vertretern von HeidelbergCement dazu eingeladen wurde, mir die Gipsgewinnung und -verarbeitung in meinem Wahlkreis anzuschauen. Je besser ich meinen Wahlkreis kenne, desto besser kann ich ihn in Berlin vertreten. Vor-Ort-Termine sind eine große Hilfe in meiner politischen Arbeit“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel bei ihrem Besuch der Firmen HeidelbergCement AG am Standort Haßmersheim, mit Gipsstollen in Obrigheim, sowie Casea in Neckarzimmern.

„Beide Werke haben gemeinsame Wurzeln und arbeiten eng zusammen“, betonte der Werksleiter am Standort Haßmersheim, Stefan Berwanger, gleich zu Beginn. Die Belieferung des Gipswerkes in Neckarzimmern erfolgt nach wie vor aus der mehrere Kilometer im Berg erschlossenen Gipsgrube in Obrigheim. Diese besichtigte Schlegel in Begleitung der beiden Obrigheimer SPD-Gemeinderäte Hans-Dieter Steiner und Bernd Knauß. Die auch heute noch schwere Arbeit der Bergleute „unter Tage“, die mit sehr viel Verantwortung, ob mit Sprengstoff oder großen Maschinen hantierend, nötigte den Gästen großen Respekt ab.

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Nach einem Imbiss besuchte Dr. Schlegel das Werk in Neckarzimmern. Werksleiter Swen Kramer führte durch das Werk und stellte dabei dessen gute Auslastung heraus. „Es hat hier noch nie Kurzarbeit oder ähnliches gegeben“, so Kramer.

Besonders freute sich die SPD-Abgeordnete von Seiten der Wirtschaft Lob für die Einführung des Mindestlohns zu hören: „Der Mindestlohn sorgt nicht nur für mehr soziale Gerechtigkeit, sondern auch für mehr Wettbewerbsgerechtigkeit,“ bestätigte Peter Knechtle, Geschäftsführung der Casea GmbH, mit Verweis auf niedrigere Lohnkosten bei so manchen Konkurrenten. Berwanger sprach hingegen die globalisierte Marktsituation an und wünschte sich von der Politik Fingerspitzengefühl im Bereich der Regulierung des Bergbaus.

Ein weiteres wichtiges Thema im Gespräch war die berufliche Ausbildung. Dorothee Schlegel begrüßte die vorhandene Ausbildungsbereitschaft – hörte aber auch, dass in den Berufen des Bergbaus und der Schlosserei geeignete Nachwuchskräfte schwer zu finden seien. Hier müsse, wie auch in anderen weniger nachgefragten Berufsfeldern, mehr Werbung bei den jungen Menschen betrieben werden – zumal es sich durchaus um Berufe mit guten Beschäftigungs- und Aufstiegschancen handelt.

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