51 Prozent aus Erneuerbaren Energien

Neckar-Odenwald-Kreis führt Energymap an

Neckar-Odenwald-Kreis. In nur knapp fünf Monaten hat die Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien im Neckar-Odenwald-Kreis einen regelrechten Sprung gemacht: Der entsprechende Deckungsgrad, bezogen auf den Gesamtstrombedarf, kletterte von sehr guten 45 Prozent auf jetzt sogar sensationelle 51 Prozent. „Damit sind wir baden-württembergweit wieder die Nummer eins unter den Landkreisen und haben den Alb-Donau-Kreis, der im gleichen Zeitraum von 46 auf 48 Prozent gestiegen ist, hinter uns gelassen“, freut sich Landrat Dr. Achim Brötel. Auch der Main-Tauber-Kreis in der direkten Nachbarschaft, der Partner der HOT-Region ist und sich von 44 auf 45 Prozent verbessert hat, konnte da nicht mithalten.

Diese Zahlen sind nachzulesen auf www.energymap.info, einem fachlich anerkannten und seriösen Internetportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie. Wer die Angaben vergleicht, der kann auch einen Grund für die enorme Steigerung im Kreis erkennen: Insbesondere Wind- und Wasserkraft werden verstärkt genutzt. Die Zahl der Windkraftanlagen hat sich dank des Bürgerwindparks „Großer Wald Hettingen/Rinschheim“ von 26 auf 31 erhöht, die der Wasserkraftanlagen von 22 auf 25. Mit einer entsprechenden Leistungssteigerung: von rund 75.000 MWh/Jahr auf 102.000 MWh/Jahr (Windkraft) und von rund 70.500 MWh/Jahr auf 113.500 MWh/Jahr (Wasserkraft). Zum Vergleich: Die Sonne produziert im Kreis über entsprechende Anlagen rund 132.500 MWh/Jahr. Diese Leistung hat sich in den letzten fünf Monaten nur minimal erhöht.

Die Zahlen schlagen sich auch im Vergleich der Gemeinden nieder. Spitzenreiter im Neckar-Odenwald-Kreis bleibt dank Wasserkraft Neckarzimmern mit einem rein rechnerischen Deckungsgrad von jetzt 571 Prozent (Februar 2014: 348 Prozent), gefolgt von Neckargerach mit 254 Prozent (157 Prozent). Buchen verbessert sich von 101 Prozent auf 121 Prozent.

Besonders eindrucksvoll sind die Zahlen vor dem Hintergrund der Situation in Baden-Württemberg bzw. bundesweit. Der Deckungsgrad in der gesamten Bundesrepublik liegt bei 24 Prozent, Baden-Württemberg erreicht hingegen nur magere 15 Prozent. „Vor diesem Hintergrund können wir auf unsere 51 Prozent wirklich sehr stolz sein“, so der Landrat, dem die Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien seit Jahren ein echtes Anliegen ist: „Und die richtig gute Nachricht, die hinter diesen Zahlen steht, lautet, dass die Entwicklung stetig weiter geht. Bei uns sogar noch schneller als anderswo.“   

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