Müde, aber glücklich am Ziel

Fünfte 24-Stunden-Wanderung

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(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Müde, aber glücklich marschierten sie die letzte Steigung vor dem Großeicholzheimer Sportheim als Zielpunkt hinauf unter dem Beifall der Spalier stehenden „Daheimgebliebenen“.

29 von 41 gestarteten Wanderern aus Hannover, Oberhausen, Viernheim, Leimer, Horb, Metzingen und der näheren Umgebung hatten unter Leitung von Herbert Hodel und Timo Eberle die rd. 105 Kilometer und 2.000 Höhenmeter von Großeicholzheim über Heidersbach, Rittersbach, Mosbach, Margarethenschlucht, Ruine Minneburg, Ruine Stolzeneck, Eberbach, Neckargerach, Reichbuch, Lohrbach, Limbach Großeicholzheim geschafft, doch adventure-Herry bezeichnete alle Teilnehmer als Helden, denen auch Thomas Kegelmann als 1. Vorsitzender des örtlichen Sportvereins Respekt und Hochachtung zollte. Außerdem meinte er „Der Wettergott muss ein Großeicholzeimer sein“, denn trotz der vielen Gewitter im Neckar-Odenwald-Kreis, hatten die Wanderer nicht einen Tropfen abbekommen, sondern sind trockenen Fußes zwischen den Unwettern durch gelaufen.

Landrat Dr. Achim Brötel hatte beim Start die tolle Idee gewürdigt und wie Hobbybergsteiger Hodel vor dem Neckarsteig gewarnt: „Es besteht Suchtgefahr“, denn seit der Eröffnung hatte das Neckarsteig-Büro alle Hände voll zu tun und Adventure-Herry Hodel sei ein unbezahlbarer Werbeträger mit seinen geführten Wanderungen der etwas härteren Art.

Da solche Aktionen nur im Team möglich sind, dankte Herbert Hodel seiner großartigen ehrenamtlichen Versorgungstruppe um Tanja Wolf, Michaela Derfler, Thorsten Hofmann, Ralf Hofmann und Fit for Fun sowie „Sanitäterin“ Stefanie Geier. Ein Dank ging auch an seinen treuen Mitstreiter, der wie er selbst und die unverwüstlichen Wanderer Günter Lamla und Gabriel Füwesi die 24-Stunden-Mammut-Tour zum fünften Mal in Folge bewältigt und damit den fünften Stern neben der Finisher-Medaille errungen hat.

Bevor Bürgermeister Thomas Ludwig, unterstützt von Ortsvorsteher Reinhold Rapp, sich an die Verteilung der Finisher-Medaillen machte, beglückwünschte er die Teilnehmer und hob hervor, dass zwar viele der Meinung seien, der Organisator Hodel „spinne“, aber dieser sei zäh und er habe die 24 Stunden-Wanderung mit Leben erfüllt und unzählige Wanderbegeisterte in den wunderschönen Odenwald „gelockt“ und wenn man die trotz Blasen und Muskelschmerzen strahlenden Gesichter sehe, auch glücklich gemacht. Dabei seien wunderschöne Freundschaften entstanden, die sich auch darin zeigten, dass einem „Finisher“ ein spontanes Geburtstagsständchen beim Frühstück gebracht und der 68-jährige Limbacher Leo Schäfer von seinen Wanderfreunden mit beglückwünscht wurde.

Nach dieser 5. Großeicholzheimer 24-Stunden-Wanderung wollte Herbert Hodel eigentlich eine Pause bei der „Suche nach Grenzen“ einlegen, aber ob er das schafft, ist fraglich, und die Teilnehmer – meist Wiederholungstäter – hoffen in diesem Fall auf „ein Versagen“. 

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