Polizistin bei Einsatz bewusstlos gewürgt

38-Jähriger in Haft

Obersulm. (ots) Wegen versuchten Totschlags an einer Polizeibeamtin sitzt der
mutmaßliche Täter, ein 38-jähriger Mann aus Obersulm, in
Untersuchungshaft. Aufgrund Nachbarschaftsstreitigkeiten im
Obersulmer Ortsteil Affaltrach wurde die Weinsberger Polizei am
Samstagmorgen gegen 5:20 Uhr alarmiert. Zwei Streifen trafen wenig
später am Tatort ein und stellten fest, dass der Streit bereits
beigelegt war. Aus unerfindlichen Gründen versuchte ein 38-jähriger
Mann dennoch, sich Zutritt zur Wohnung einer Nachbarin zu
verschaffen.

Als er von einer 29-jährigen Polizeibeamtin dazu
aufgefordert wurde, dies zu unterlassen, versuchte der 38-Jährige mit
der Faust nach der Beamtin zu schlagen. Da diese jedoch ausweichen
konnte, verfehlte der Schlag sein Ziel. Vermutlich um sich weiteren
polizeilichen Maßnahmen zu entziehen, lief der 38-Jährige im
Treppenhaus des Mehrfamilienhauses nach unten. Bei einem erneuten
Versuch den Mann festzuhalten, schlug dieser abermals in Richtung der
Polizeibeamtin, der es auch ein zweites Mal gelang auszuweichen.

Mit Hilfe ihrer drei Kollegen sollten dem Mann daraufhin Handschließen
angelegt werden. Dieser reagierte hierauf mit mehreren Schlägen in
Richtung der eingesetzten Beamten. Mutmaßlich in der Absicht
Verletzungen herbeizuführen, hatte er auch einen Schlüssel in einer
Hand und schlug damit zu. Selbst durch den Einsatz von Pfefferspray
konnte der 38-Jährige nicht gebändigt werden. Vielmehr gelang es ihm,
die 29-jährige Polizeibeamtin in den Schwitzkasten zu nehmen und sie
nahezu bis zur Bewusstlosigkeit zu würgen. Erst nachdem die drei
Ordnungshüter massiv auf den Widersacher einwirkten und auch einen
Schlagstock einsetzten, ließ der 38-Jährige von der Beamtin ab. Im
Anschluss gelang es den Polizisten, dem Tatverdächtigen Handschließen
anzulegen und ihn festzunehmen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft
wurde der Tatverdächtige am 17. August dem Haftrichter beim
Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, der Haftbefehl erließ und ihn in
eine Justizvollzugsanstalt einwies. Die Polizeibeamtin erlitt bei dem
Angriff mittelschwere Verletzungen. Nach einer ambulanten Behandlung
im Krankenhaus konnte sie zwar nach Hause entlassen werden, ist
jedoch bis auf weiteres dienstunfähig.

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2 Kommentare

  1. Ja dann würde es weniger Kriminelle geben, aber für zivile Opfer gibt’s das nicht den würden sie nach Hause schicken, und man bräuchte auch ne Polizei für die Polizei

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