„Eine jahrhundertalte Lebensspur“

SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel besucht das UNESCO-Weltkulturerbe in Osterburken

Osterburken. (pm) „Es ist beeindruckend, dass nach so vielen Jahrhunderten die Spur des Römischen Reichs für uns noch so greifbar ist“, so die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel bei ihrem Besuch des Limes in Osterburken. Gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Galm, Museumsleiter Dr. Jörg Scheuerbrandt und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Museums Edda Hochstein besuchte sie das Römermuseum, den Limespark und das Römerkastell in Osterburken.

Begrüßt wurde die SPD-Politikerin von Bürgermeister Jürgen Galm, der deutlich machte, welche Vorteile, aber auch Herausforderungen die Spuren der Römer für seine Stadt darstellen. Insbesondere durch den Bahnknotenpunkt Osterburken mit der Anbindung an die S-Bahn Rhein-Neckar und die Regionalstrecke Stuttgart-Würzburg steige die Anziehungskraft für Touristen. Die Gruppe bestieg zunächst den Limesturm „Förstlein“, einen Nachbau der römischen Wachtürme, der absichtlich nicht originalgetreu, sondern für Besuchergruppen geeignet und begehbar errichtet wurde.

Bereits um 160 n. Chr. bauten die Römer ihre ersten Grenzposten auf der heutigen Gemarkung Osterburken. Der Limes diente als Grenzwall und sollte die Einreise in das Römische Reich auf wenige kontrollierbare Übergänge begrenzen. Alle 400 m wurde daher ein Turm erbaut, der es den Soldaten ermöglichte, die Grenze zu beobachten und jeden erwünschten, aber auch unerwünschten Übertritt zu melden oder zu verhindern. Etwa im dritten Jahrhundert n. Chr. wurden aus den hölzernen Posten und Palisadenwällen steinerne Sperranlagen. „Wie auch in heutiger Zeit ist eine Mauer stets eine Machtdemonstration nach außen“, resümierte Dr. Schlegel.

Das heutige Römermuseum entstand bereits 1983 und wurde 2006 großzügig erweitert. Der Bau des kürzlich fertiggestellten Limesturms ist ein Teilprojekt des Förderprogramms „Nationale UNESCO-Welterbestätten“ und konnte mit Mitteln des Bundes realisiert werden. Besonders angetan war die auch als Diakonin tätige Schlegel von der Ausstellung über Religionen und Gottesvorstellungen im Obergeschoss des Museums.

„Die Verdopplung der Besucherzahlen in den letzten Jahren freut uns natürlich sehr und zeigt, dass wir mit unserem Angebot auf dem richtigen Weg sind“, merkte Museumsleiter Dr. Scheuerbrandt an.

Durch die Aufnahme in das Programm „Nationale UNESCO-Welterbestätten“ des Bundes erhält Osterburken Fördermittel, um das Gelände des ehemaligen Kastells zu erneuern und es gleichzeitig der Bevölkerung als Parkanalage zur Verfügung zu stellen. „Andere Gemeinden investieren in Schwimmbäder, wir in unsere Geschichte“, unterstrich Bürgermeister Galm die zukunftsweisenden Entscheidungen seines Gemeinderats. „Es war richtig, dass der Bund dieses Vorhaben mit 600 000 € gefördert hat. Und durch die Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe erfährt die gesamte Region erst recht eine Aufwertung“, ist sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Schlegel sicher.

 

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