Umstrittener Elfer war spielentscheidend

SG Hainstadt/Hettingenbeuern – FSV Dornberg 1:1

(pm) Am Sonntag traf der FSV Dornberg auf die SG Hainstadt/Hettingenbeuern.

Schon beim Aufwärmen konnte man sehen, dass dies kein leichter Gegner werden würde. Besonders beim Torschusstraining wurde schnell klar, dass man diesen Gegner nicht zu nahe an das eigene Tor herankommen lassen durfte. Genau diesen Plan setzte der FSV dann im Spiel auch nahezu perfekt um.

Von den ersten Sekunden an setzten die Dornberger die SG Hainstadt/Hettingenbeuern stark unter Druck. Immer wieder drängte der FSV den Gegner in dessen Strafraum zurück. Dies machte es aber auch schwer, selbst in eine gute Schussposition zu kommen. Gleichzeitig war der FSV damit anfällig für Konter. Der FSV hatte zahlreiche gefährliche Situationen. Mehrere Fernschüsse konnten zwar nicht die erwünschte und verdiente Führung bringen, doch sie eröffneten weiter Möglichkeiten. Auch im Strafraum war der FSV brandgefährlich. Eine besonders gefährliche Situation entstand als David Weller auf der linken Seite bis zur Grundlinie ging, von wo aus es ihm offen stand, eine Flanke vor das Tor zu schlagen. Sein Gegenspieler wusste das natürlich auch und versuchte die Flanke zu verhindern. Dies nutzte David Weller aus, umging den Gegenspieler, drang von der Seite in den Strafraum ein und konnte nun selbst schießen. Allerdings traf der Ball die Latte und prallte zurück ins Spielfeld.

Hier kam Kamal Ali Wali noch einmal an den Ball, musste direkt schießen und der Ball flog knapp übers Tor. Die SG Hainstadt/Hettingenbeuern hatte in der ganzen ersten Halbzeit nur eine wirkliche Großchance. Ein Konter der eigentlich schon abgewehrt war wurde dadurch noch einmal gefährlich,  dass der Ball einem Dornberger Spieler unglücklich vom Fuß sprang, sodass er doch noch bei dem Spieler ankam für den er ursprünglich bestimmt gewesen war. Nun ging der Spieler der SG Hainstadt /Hettingenbeuern frei aufs Tor zu und erreichte ungestört den gegnerischen Sechzehner. Hier nun holte ihn der Dornberger Abwehrspieler Javed Saeedy ein und trennte ihn mit einer Grätsche von hinten vom Ball bevor es zum Torschuss kam. Diese Aktion wurde vom Schiedsrichter abgepfiffen und mit einem Strafstoß geahndet. Dieser führte dann zum 1:0 für die SG Hainstadt/Hettingenbeuern. Trotz der klaren Überlegenheit des FSV Dornberg befand man sich nun im Rückstand. Da der Dornberger Verteidiger zuvor den Ball gespielt hatte, waren die Dornberger auch nicht mit der Entscheidung des Schiedsrichters zufrieden, was aber am Spielstand nichts änderte. Der FSV ließ sich aber von der unverdienten Führung der gegnerischen Mannschaft nicht verunsichern und spielte noch offensiver, als zuvor. Dies machte nicht zuletzt die stabile Abwehr möglich. Auf der rechten Seite war Eugen Litvin immer einen Schritt schneller als der Gegner. So fanden die meisten weiten Bälle von Seiten der SG Hainstadt /Hettingenbeuern erst gar nicht ihr Ziel und der FSV konnte sofort wieder einen Angriff starten, anstatt einen gefährlichen

Konter abwehren zu müssen. Ebenso fing der bei seiner eher geringen Körpergröße extrem kopfballstarke Javed Saeedy viele weite Bälle ab. Daher hatten die Spieler der SG Hainstadt /Hettingenbeuern kaum einmal Zeit Luft zu holen und sahen sich permanent den Angriffen des FSV ausgesetzt. Dennoch reichte es in der ersten Halbzeit nur noch für den Ausgleichstreffer. Vorbereitet wurde er von Eugen Litvin, der den Ball in den Strafraum schlug. Der Ball wurde von einem Gegenspieler abgefälscht und kam nun genau aufs Tor. Der Torwart konnte den Ball nicht festhalten und ließ ihn abprallen. Von der linken Seite kam David Weller. Er schoss aufs lange untere Eck. Der Ball prallte an den Pfosten und von da ins Tor. Es stand 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.

 

In der zweiten Hälfte konnte der FSV den Druck weiterhin aufrecht erhalten. Lediglich über eine kurze Spielphase hinweg gelang es den der gegnerischen Mannschaft den FSV durch starke Distanzschüsse etwas aus dem Konzept zu bringen. Der FSV blieb eindeutig die überlegene Mannschaft. Zu erwähnen ist noch das ein Dornberger Spieler eine gelbe Karte bekam, weil er nach dem Fuß eines Gegenspielers trat, nachdem der schon an ihm vorbei war und den Ball bereits weiter gespielt hatte. An dieser Entscheidung gibt es an sich nichts auszusetzen. Dennoch war die Entscheidung etwas ärgerlich, da zuvor mehrere harte Fouls gegen Dornberger folgenlos geblieben waren.

Das Spiel endete 1:1 unentschieden. Besonders schade war, dass gerade der umstrittene Elfmeter am Ende spielentscheidend war. Unabhängig davon lieferte der FSV ein sehr gutes Fußballspiel ab, das vor allem durch ein gut funktionierendes Zusammenspiel bestach. Auch die Auswechselspieler fügten sich sofort in die Mannschaft ein. Lediglich bei der Verwertung der zahlreichen Chancen blieb die Mannschaft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Daran gilt es in Zukunft weiter zu arbeiten.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: