MdB Nina Warken besucht Neckargerach

2014 08 05 NW in Neckargerach bei BM Link

(Foto: pm)

Neckargerach. Für den Antrittsbesuch der Bundestagsabgeordneten Nina Warken in Neckargerach hatte sich Bürgermeister Norman Link etwas ganz Besonderes ausgedacht. So fand das Gespräch nicht – wie sonst üblich – in dem Büro des Bürgermeisters im Rathaus statt, stattdessen führte Link die Abgeordnete zunächst auf den Ausblick „schöne Aussicht“ mit bestem Blick über die Ortschaft Guttenbach. Von hier aus erläuterte der Bürgermeister zunächst die jüngere Geschichte der Gemeinde – von der Bombardierung Neckargerachs im Frühjahr 1945 über die Kommunalreform, bei der Guttenbach Neckargerach zugeschlagen wurde, bis hin zu den aktuellen Ereignissen. Anschließend ging es für die Politiker auf die andere Neckarseite. Von der Minneburg aus, mit bestem Blick auf Neckargerach, beschrieb Link nun die aktuellen Herausforderungen seiner beiden Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg. So sei gerade Neckargerach, umrandet von Naturschutzgebieten verschiedenster Art, an ihrer natürlichen Ausdehnungsgrenze angelangt. „Innenentwicklung vor Außenentwicklung – diese Formel gilt für uns schon seit vielen Jahren“, so Link. Besonders stolz zeigte sich der Bürgermeister denn auch über die kürzlich neugestaltete Dorfmitte. So sei es hier mit Fördergelder aus Berlin und Brüssel gelungen im Zentrum Neckargerachs einen sehr gut angenommenen Mehrgenerationenpark zu errichten. In den kommenden Monaten solle direkt daneben zudem ein Dorfplatz entstehen, so Link.

Weniger erfreut zeigte sich Link, als die Abgeordnete und zweifache Mutter auf das Thema Schulpolitik zu sprechen kam. „Bisher hatten wir hier – verteilt auf zwei Standorte – eine Werkrealschule und eine Grundschule. Die Schüler sind bis zur vierten Klasse in Guttenbach untergebracht, anschließend geht es nach Neckargerach. Nach dem Wegfall der Werkrealschule kann eine solche Doppelstruktur auf Dauer nicht aufrecht zu halten werden. Hier aber einen Ausgleich für den Teilort zu finden, der zukünftig kein Schulstandort mehr ist, ist eine der großen Herausforderungen in den nächsten Jahren.“ Gleichzeitig stellte der Bürgermeister klar, dass er im Schulkonzept des Landes keine Perspektive für seine Gemeinde sieht. „Für kleine Gemeinden ist es eigentlich unmöglich, die geforderten Mindestschülerzahlen für die verschiedenen Schultypen aufzubringen.“ Dies sei mehr als enttäuschend, zumal Neckargerach glücklicherweise vom demographischen Wandel durch seine zentrale Lage, mit Anschluss an die S-Bahn und die B 27, weit weniger betroffen sei, als andere Gemeinden im ländlichen Raum“, so Link weiter.

Zum Abschluss des Gesprächs bedankte sich die Bundestagsabgeordnete Warken herzlich bei Bürgermeister Link für dessen offene Worte und war sich ob dessen umfangreicher und kreativer Präsentation seiner Gemeinde begeistert. „Natürlich habe ich jetzt nach rund neun Monaten als Bundestagsabgeordnete schon einige Antrittsbesuche bei Bürgermeistern hinter mir, einen solchen Ausblick, bei dem einen die Lage der Gemeinde wirklich bildhaft dargestellt wird, bekam ich dabei aber bislang noch nicht präsentiert.“ Abschießend bot Warken Link an, bei Fragen oder Anliegen, die die Bundespolitik betreffen, sich jederzeit direkt an sie in Berlin zu richten. Gleiches gelte natürlich genauso für alle Bürgerinnen und Bürger der. „Norman Link und ich kennen uns ja schon viele Jahre aus gemeinsamen Zeiten bei der Jungen Union. Da ist es doch selbstverständlich, dass der Draht von Neckargerach und Zwingenberg nach Berlin naturgemäß nicht sehr weit ist“, so Nina Warken zum Abschluss.  

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1 Kommentar

  1. Frau Warken, Herr Link!
    Das ist ja wohl das Allerletzte, was Sie da in dem Artikel im Zusammenhang mit dem Schulstandort Neckargerach und der Minneburg-Schule behaupten.

    GRÜN-ROT die Schuld für die sinkende Geburtenrate in Neckargerach zu geben zeigt, welch ewiggestriger Bildungs-Ideologie Sie anhängen.

    Dass im vergangenen Jahr nur noch elf Jugendliche die 8. Klasse besuchten können Sie doch nicht allen Ernstes der aktuellen Landesregierung anhängen.

    Mit diesen Zahlen können Sie keine Gemeinschaftsschule einrichten, das ist richtig, aber wie H. Link beim Besuch des Staatssekretärs Mentrup absolut korrekt erkannte, eben auch keine Hauptschule bzw. Werkrealschule.

    Bleiben Sie sachlich und versuchen Sie es mal ohne verlogene Hetzkampagnen die Wähler zu gewinnen.

    Pfui Teufel, Sie beide sollten sich schämen. Wie erklärt man seinen Kindern Politikersprech – oder Lügen.

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