MdL Hauk trifft Bürgermeister Rohm

Hardheim. (pm) Zu einem Gedankenaustausch trafen sich dieser Tage MdL  Peter Hauk (CDU) und Bürgermeister Volker Rohm. Unter dem Motto „Daheim in Europa“ waren die  Vorbereitungen zum Hardheimer  Josefsmarkt, dem 50-jährigen Bestehen des Odenwaldclubs Hardheim und des Besuchs von Europaminister Peter Friedrich Hintergrund der Zusammenkunft.

Ohne Protokoll und festgelegte Tagesordnung interessierte sich Hauk für die aktuellen Themen, die die Gemeinde Hardheim derzeit bewegen. Dabei kam man natürlich auf das Thema Windkraft zu sprechen. Hardheim hat hier, wie viele weitere Gemeinden, den grundsätzlichen Zwiespalt zwischen der Befürwortung der Windkraft einerseits und der Sorge, dass die Windräder ‚direkt vor der eigenen Haustüre‘ stehen könnten. Bürgermeister Rohm erklärte hierzu: „Leider hat die weit über unsere Gemeindegrenzen hinausgetragene Auseinandersetzung um die getroffene Gemeinderatsentscheidung von Seiten der Standortgegner die sachliche Ebene verlassen. Als Befürworter der Energiewende sehe ich die Verantwortung, aber auch die Chance für die Energieversorgung nach Abschaltung der Atomkraftwerke durch die erneuerbaren Energien und hierbei besonders auch durch die Windenergie.“ Für Peter Hauk MdL gilt in dieser Thematik generell die Frage der Produktivität. „Persönlich bin ich kein Gegner der Windkraft, sondern ich bin ein Anhänger von rentabler regenerativer Energieerzeugung. Die Debatte ob die Energiegewinnung durch Windkraft, Solar, Wasser-Pumpkraft oder Biomasse erzeugt wird, sollte immer mit dem Grundsatz ‚wo lohnt sich was‘ geführt werden. Wirtschaftlichkeit und Rentabilität muss auch zum Maßstab in Zeiten der Energiewende werden“, so Hauk.

Ein weiteres großes Thema in Hardheim bleibt die Bemühung um eine zivile Nachnutzung der derzeit noch militärisch genutzten Flächen „Carl- Schurz- Kaserne“ und Materialdepot. Bürgermeister Rohm beklagt die stagnierenden Entwicklungen in den letzten Monaten. „Im Jahr 2019 soll erst begonnen werden über die konkreten Folgenutzungen zu diskutieren, doch bis dahin werden sie größtenteils kaum bis gar nicht genutzt. Unter Betrachtung der Tatsache, dass es derzeit bereits Interessenten gibt, welche die Fläche wirtschaftlich, auch zugunsten Hardheims, eher nutzen wollen, ist dieses Zeitfenster unattraktiv und inakzeptabel.“ Peter Hauk verwies in diesem Zusammenhang auf Gespräche mit dem Verteidigungsministeriums, welche bislang erfolglos blieben. Große Sorgen bereitet der Gemeinde die Zukunft des Erfaparks in Mitten von Hardheim. Die ernüchternde Suche nach einem großen Hauptmieter gehe auch im Jahr 2015 weiter. Bürgermeister Rohm beteuerte, dass er dieses Projekt nicht aufgeben wolle, denn ein lebendiger Ortskern ist essentiell für Hardheim. „Wenn ein attraktiver Hauptmieter gefunden ist, werden auch die restlichen Flächen für weitere Mieter interessant“, so Rohm weiter.

MdL Peter Hauk zeigte sich zum Abschluss des Gesprächs optimistisch, dass Hardheim seine Probleme bewältigen kann. „Gerade im ländlichen Raum ist die Lösungsfindung der angesprochenen Probleme schwerer, da vieles nicht selbstverständlich ist wie zum Beispiel in wirtschaftsstarken Ballungsgebieten. Aber genau dies treibt unseren Tatendrang auch an, so dass ich zuversichtlich bin, dass die Probleme rund um die Konversion, den Erfapark und um die Windkraft in naher Zukunft gelöst werden“, so Hauk. Er mahnte an, dass die Landesregierung höhere Anstrengungen beim Thema „Konversion“ machen müsse. „Hardheim muss in der Städtebauförderung, der Verkehrspolitik, der Krankenhausförderung, bei allen standortsrelevanten Investitionen in den nächsten Jahren bevorzugt werden“, forderte der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete.

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