MdB Gerig zum Waldgesetz

Alois Gerig

(Foto: pm)

Berlin.In der vergangenen Woche debattierte der Bundestag einen Antrag von Bündnis 90/Grüne auf Änderung des Waldgesetzes. Damit solle sichergestellt werden, dass die Forstämter in den baden-württembergischen Landkreisen erhalten bleiben. Nachdem MdB Alois Gerig und seine Kolleginnen MdB Margaret Horb und Nina Warken von der CDU und Dr. Dorothee Schlegel von der SPD gegen den Antrag der Grünen gestimmt hatten, kritisierte die grüne Landtagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel das Abstimmungsverhalten und teilte in einer Pressemitteilung mit, dass die Bundespolitiker der Großen Koalition den Erhalt der Forstämter blockieren (NZ berichtete). Für die Kreis-Grünen Neckar-Odenwald lassen die vier Bundespolitiker gar den Wald im Stich (NZ berichtete).

Bereits in der vergangenen Woche hatte MdB Alois Gerig selbst in einer Pressemitteilung erläutert, dass ihm sehr am Erhalt des Dienstleistungsangebots der Forstämter für Privatwaldbesitzer gelegen ist, und er deshalb eine Änderung des Bundeswaldgesetzes angemahnt habe (NZ berichtete).

Auf die heutige Stellungnahme von MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel teilt uns MdB Alois Gerig heute mit, dass am letzten Donnertag ein Antrag der Grünen im Bundestag zur Abstimmung stand, bei dem eine Änderung des Bundeswaldgesetzes nicht erreicht worden wäre. Vielmehr sollte die Bundesregung mit dem Antrag aufgefordert werden, einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bundeswaldgesetzes vorzulegen. Eine solche Aufforderung sei jedoch nicht erforderlich, so Gerig weiter, weil die Bundesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf bereits vorbereite. Deshalb habe die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten den Antrag von Bündnis 90/Grüne abgelehnt.

„Die Ausarbeitung des Gesetzentwurfes gestaltet sich schwierig, weil insbesondere das SPD-geführte Bundesweltministerium zusätzliche Bewirtschaftungsauflagen für unsere Wälder ins Bundeswaldgesetz aufnehmen möchte – dies sollte im Interesse der Forstwirtschaft in Baden-Württemberg aber abgewendet werden. Sicher ist es leicht, eine polemische Pressemitteilung herauszugeben – politische Mehrheiten für eine tatsächliche Gesetzesänderung hinzubekommen ist hingegen schwierig. Ich setze mich seit Monaten intensiv für eine Änderung des Bundeswaldgesetzes ein, damit die Forstämter in Baden-Württemberg erhalten bleiben können“, stellt MdB Alois Gerig klar. 

In seiner Plenarrede am Donnerstag habe er Bündnis`90/Grüne zur Zusammenarbeit aufgefordert, denn gemeinsam lasse sich bestimmt mehr für den Wald erreichen, schließt Gerig seine Stellungnahme. (

Infos im Internet:

www.alois-gerig.de/2015/alois-gerig-sprach-im-plenum-zum-thema-nachhaltige-waldbewirtschaftung

 

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