HVV Mudau „als Herz der Gemeinde“

40-jähriges Bestehen wird im Oktober gefeiert

Mudau. (lm) Wie breit gefächert das Aufgabengebiet des Mudauer Heimat- und Verkehrsvereins sich gestaltet, wurde deutlich im Rahmen der Jahreshauptversammlung, zu der 1. Vorsitzender Hans Slama neben einer Reihe engagierter Mitglieder aus Bürgermeisterstellvertreter Gernot Grimm und Ortsvorsteher Siegfried Buchelt begrüßen konnte.

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Im Mittelpunkt seines Berichts stand natürlich das anstehende 40-jährige Jubiläum, das man am 4. Oktober im Golfclub-Restaurant feiern wird und dessen Vorarbeiten wie z. B. die komplexe Aufgabe einer Vereinschronik bereits laufen. Weiter informierte Slama über eine zufriedene Minigolf-Wirtin, über die fast fertig gestellte Beschilderung des geografischen Mudau-Mittelpunkts am Parkplatz Schloßau und dass das Projekt „Bildstockrenovierungen“ mit einem finanziellen Rahmen von rd. 22.000 Euro noch „in der Mache“ ist. Zwar habe man den Zuschlag von 5.000 Euro von der JSSS (Schulz-Stiftung) bereits erhalten, doch die Förderzusage durch das Landesdenkmalamt stehe noch aus. Ohne diese sei das Projekt nicht zu schultern. Aus Zeitgründen sei die Beschilderung der Limesquerungen sei noch nicht erfolgt, die Schilder lägen aber bereits bei der Gemeinde. Und der Hooft-Bildstock Richtung Rumpfen sei nach seiner Renovierung schon wieder Ziel eines Vandalen-Anschlags geworden, inzwischen aber wieder hergestellt. Wie der Vorsitzende erläuterte, würde der Verein dringend Räumlichkeiten benötigen und habe darum einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde gestellt.

Für den erkrankten Schriftführer Willi Müller berichtete dessen Stellvertreter Horst Schork über die umfangreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Darunter die Führung von Hans Slama ins Ferdinandsdorf und per Bus durch die Ortsteile, die 37 Teilnehmer starke Wanderung „Der Heerhag im Grenzgebiet“ mit Klemens Scheuermann und der Auftritt der „Hölzerlipsbande“ in Gottersdorf. Weiter konnten wichtige ortgeschichtliche Dokumente aus dem Nachlass von Karl Müller drei archiviert und das Grenzfest der Feuerwehren Steinbach und Beuchen besucht werden. Für die Geselligkeit im Verein hatte man ein kleines Minigolfturnier ausgetragen mit anschließendem Kaffeenachmittag und man konnte zahlreichen runden Jubilaren des 149 Mitglieder starken Vereins gratulieren.

Klemens Scheuermann verlas den Bericht der Kassenprüfer Horst Schork und Gerd Münch, die keinerlei Beanstandungen an der Kassenführung von Uwe Hoffmann zu vermelden hatten, und beantragte die Entlastung der gesamten Vorstandschaft, die die Mitglieder – auch als Dank für die geleistete Arbeit – einstimmig erteilten.

In seinem Ausblick verwies Hans Slama auf den Filmabend mit alten Filmen über die Gesamtgemeinde am 16. April in der Aula der örtlichen Schule, den Internet-Einsteigerkurs in Kooperation mit den Siedlerfreunden mit Anmeldeschluss am 07. April, die Wanderung der Langenelzer Dorfgemeinschaft am 19. April zu den 110 Jahre alten Quellen, den Auftritt der „Hölzerlips-Bande“ am 26. April in Neckarzimmern, den Ausflug am 07. Juni und natürlich die Jubiläumsfeier am 04. Oktober. Auch sei das Ziel des Arbeitskreises „Demographischer Wandel“, Verbesserungen zu finden, Problempunkte zu erkennen, um das Wohlfühlen in der Gemeinde besser gestalten zu können, weshalb man am 20. Juni zu einem Forum in Kooperation mit dem BdS, IHK, Handwerkskammer und Schule aufrufe und auch zu einem separaten Forum über die Jugendräume im Mai/Juni.

Nachdem in den Grußworten vor allem lobende Worte über die Verantwortlichen im HVV als Herz der Gemeinde und für die vielfältigen ehrenamtlichen Einsätze zum Wohle der Familie gefallen waren, wurde die Vorbildfunktion des Vereins im Zusammenwachsen der Ortsteile bezüglich eines harmonischen Miteinanders hervorgehoben. Als Bonbon des Abends lud Hans Slama nach den Regularien ein zu einer Schnupperrunde durch sein noch in Arbeit befindliches Buch über die verlassenen Dörfer ein, die es sehr gehäuft im hessischen und badischen Odenwald, im Bauland und bei Hirschhorn gibt. Er machte deutlich, dass das Verlassen nicht nur auf schlechte Rahmenbedingungen und Armut zurückzuführen sei, sondern oft auch „von oben“ durch Brandlegung oder ähnliches gelenkt, wenn eine neue Stadt gegründet wurde.

Man darf gespannt sein auf  das neue Werk, das in ein paar Monaten erscheinen wird und Hans Slama schon eine ganze Weile beschäftigt.

 

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