BürgerHilfe Ravenstein für lebendige Hilfe

Anschaffung eines Bürgerautos geplant

Hüngheim. (pm) „Die BürgerHilfe Ravenstein ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie gesellschaftliches Miteinander sozialer gestaltet werden kann“, erklärt die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel, die Anfang April an einem der Treffen des 2011 gegründeten gemeinnützigen Vereins in Hüngheim teilnahm.

Begrüßt wurde sie vom Vorsitzenden und Initiator der Bürgerhilfe Hartmut Laser. Der ebenfalls anwesende Bürgermeister Hans-Peter von Thenen diskutierte mit der Gruppe das Bürgerbusmodell und berichtete von Geschenkgutscheinen, mit denen er sehr gerne auf die Bürgerhilfe aufmerksam mache. „Besonders interessant ist es“, so die Abgeordnete Schlegel, „dass sich mehrheitlich Neuzugezogene für diese bürgerschaftlichen Strukturen stark engagieren.“ Sie lobte die Arbeit des gemeinnützigen Vereins, der Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Gemeinde Ravenstein vielfältige und kostenlose Hilfe für den Alltag anbietet. Ziel der Bürgerhilfe ist es vorrangig, Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zum gegenseitigen Helfen zu motivieren, so dass eine lebendige Nachbarschafts-, Bürger-, Jugend- und Seniorenhilfe betrieben werden kann.

Schlegel erklärte: „Was früher die Familie geleistet hat, müssen heute andere leisten. In den ländlichen Regionen, die vom demografischen Wandel betroffen sind, ist das gegenseitige zur Hand gehen leider auch mancherorts nicht mehr selbstverständlich.“ Die Bundespolitikerin begrüßt daher, dass neue Strukturen wie die BürgerHilfe geschaffen werden. Insbesondere das Einrichten von Bürgerfahrdiensten, die älteren Menschen Arztbesuche und Einkäufe erleichtern sollen, liegt ihr am Herzen. Schlegel verwies auf die Gemeinden Seckach und Osterburken, die mit gutem Beispiel vorangingen und solche Fahrdienste bereits anböten. Auch die Bürgerhilfe Ravenstein plane, so erfuhr sie im Gespräch, die Anschaffung eines gemeindlichen Bürgerautos. Um den Einzelhandel sowie die medizinische Versorgung vor Ort nicht zu gefährden, sei es wichtig, Fahrrouten von Bürgerautos auf die jeweilige Gemeinde zu beschränken, erklärte die Abgeordnete im Einvernehmen mit den kommunalen Mitdenkenden abschließend.

 

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