Das Zünglein an der Waage

TV Mosbach empfängt wackeligen Aufstiegsfavoriten aus Horkheim am Samstagabend

Mosbach. (pm) Samstagabend 20:00 Uhr brennt´s in Mosbachs Jahnhalle: Die Handballer vom TV Mosbach empfangen den ein wenig wackeligen Aufstiegsfavoriten aus Horkheim. Wackelig deshalb, weil nach einer souveränen Runde zuletzt die bis dahin weiß gehaltene Heimweste ausgerechnet vom TSV Weinsberg 2 beschmutzt wurde, der einzigen Mannschaft, der es gelungen ist in dieser Runde alle 4 Punkte gegen die zweite Vertretung des Drittligisten zu holen.

Nun ist das eigentlich auf den ersten Blick nicht schlimm, denn mit souveränen 31:7 Punkten und einem Torverhältnis von +164 Toren steht das Team von Steffen Laux derzeit auf dem zum Aufstieg berechtigenden 2. Platz, auf den zweiten könnte es für die Lauxmannen allerdings nochmal knifflig werden: Sollten der Favorit in Mosbach straucheln, dann käme es wohl am letzten Spieltag in Pfedelbachs Sporthalle zum Showdown. Die HSG Hohenlohe nämlich lauert mit minus 10 Punkten auf Platz 3 und wird wohl am Samstag den Kreisstädtern die Daumen drücken.

Der TV hat nun also das, was er wollte: „Wenn wir uns schon aus dem Kreis der oberen Mannschaften verabschiedet haben wollen wir wenigstens versuchen das Zünglein an der Waage zu sein“, ließ sich Mosbachs Urgewalthandballer Stefan Heiß zu Jahresbeginn zitieren.

Allerdings sind die Vorzeichen auf Gastgeberseite wahrscheinlich deutlich schlechter als auf Seiten der Gäste: Während die Anreiser mit voller und vielleicht auch „übervoller“ Kapelle antreten können füllen sich beim TV pünktlich zum Saisonendspurt wieder die Verletzten – und Vermisstenliste. Neben den Langzeitpatienten stehen Dirk Förster und Manfred Geiger diesmal Lars Köbele, Bastian Beuchert, Clemens Jurk und Marcel Gehring nicht zur Verfügung. Auffüllen mit Jung und Alt ist also angesagt.

„Das tut schon weh, denn wir wollen dem TSB einen ordentlichen und harten Fight bieten. Durch die Ausfälle minimieren sich die taktischen Möglichkeiten enorm und das ist richtig ärgerlich. Aber wir werden nicht heulen sondern die Arschbacken zusammen kneifen und wenn nötig das Allerletzte aus uns rausholen. Moral und Kampfeswille der Jungs sind in jedem Fall intakt und wir werden sehen zu was es langt. Wir haben nichts zu verlieren, der Druck liegt auf Horkheimer Seite“ so Dirk Förster, der mit Blick auf das Spiel an ein kleines Handballfest glaubt. „ Die erste Mannschaft vom TSB hat spielfrei, die A-Jugend hat mit dem Meisterschafts – und Pokalgewinn den sportlichen Nachweis für die Qualität beim TSB geführt und ist ebenfalls fertig mit der Runde und die Horkheimer Fans sind durchaus als reiselustig bekannt.

Da wird wohl eine blau weiße Welle auf die Jahnhalle zuschwappen und der eine oder andere „Jungdrittligist“ könnte auch seine Visitenkarte aufs Parkett nageln, was für zusätzliche Brisanz sorgen könnte. Wir sollten also genügend Kaltgetränke im Glaspalast haben und ich hoffe natürlich, dass uns unsere Fans nicht im Stich lassen und zusammen mit den TSB Fans die Hütte in einen Hexenkessel verwandeln. Wir sind mal gespannt wo sich der Felix Knoll hinsetzen wird, glauben aber in der Mitte, denn der trägt beide Vereine im Herzen!“

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