„Recht darauf, dass sich jemand um mich kümmert“

Dr. Dorothee Schlegel, MdB, diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Heuß-Schule in Haßmersheim zu Kinderrechten

Haßmersheim. (pm)  „Ein Recht kann nur wahrgenommen werden, wenn es auch als Recht bekannt ist. Darum ist es mir besonders wichtig, dass unsere jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Rechte kennen, denn Kinderrechte sind Menschenrechte“, so die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel anlässlich ihres Besuchs der Friedrich-Heuß-Schule in Haßmersheim.

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Über genau diese Kinderrechte diskutierte die Jugend- und Bildungspolitikerin in zwei separaten Schulstunden mit Kindern der fünften und sechsten Klassen. In einem kurzen historischen Rückblick beschrieb Schlegel den langen Weg von der „Deklaration über die Rechte des Kindes“ der UN-Generalversammlung im Jahr 1959 über die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 bis hin zur Ratifizierung in Deutschland 1992. „Mit ein Grund war sicherlich die früher gängige Kinderarbeit und dass der Kindheit keine besondere Achtung zuteilwurde“, erklärte die Abgeordnete.

Die Kinderrechtskonvention mit ihren 54 Rechten wird von der UN-Kinderrechtsorganisation UNICEF in zehn Grundrechten zusammengefasst. Dazu zählen die Rechte auf Gesundheit, Bildung, Freizeit, Gleichbehandlung, Schutz vor Diskriminierung, Spiel und Erholung, auf Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung, sowie auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause. „Lesen ist wichtig, damit ich Bücher und  E-Mails lesen kann. Das Rechnen brauche ich, damit ich richtig einkaufen gehen kann“, stellte eine Schülerin fest, als es um das Recht auf Bildung ging. Der UN-Kinderrechtskonvention sind mehr Staaten beigetreten als allen anderen UN-Konventionen, darunter sämtliche Mitgliedsstaaten bis auf Somalia, Süd-Sudan und die USA.

„Trotz sicherlich gravierender Unterschiede in den Problemlagen von Kindern in Deutschland und anderen Staaten gilt: Kinder sind stets schutzbedürftig und brauchen die Fürsorge aller. Insbesondere in einer alternden Gesellschaft wie der unseren ist es darum wichtig, dass die aufwachsende Generation ihre Rechte und Pflichten kennt und sie aktiv wahrnimmt“, beendete Dr. Schlegel die lebhafte Diskussion.

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