Ohne VdK wird Recht vorenthalten

Mosbach. (lm) „Ohne die Arbeit des VdK wäre unsere Welt sicher kälter und ärmer“, betonte MdL und Stadtrat Georg Nelius und Landrat Dr. Achim Brötel fügte an, dass die Schwachen unserer Gesellschaft starke Fürsprecher wie den Sozialverband brauchen. Anlass für diese Aussagen war der Kreisverbandstag in der Mosbacher Mälzerei, zu dem 70 Delegierte aus 28 von 36 Ortsverbänden angereist waren. Ein besonderer Willkommensgruß des Kreisverbandsvorsitzenden Karl-Heinz Diemer galt auch dem Landesverbandsvorsitzenden Roland Sing, Rechtsreferent Marcel Hofmann sowie den Kreisverbandsvorsitzenden aus Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Tauberbischofsheim und natürlich dem Kreisvorstandsteam.

Im Tenor der Grußworte war zu hören, dass die zahlreichen Ortsverbände mit steigenden Mitgliederzahlen den Bedarf an Beratung, Hilfe und Unterstützung für die funktionierenden sozialen Strukturen gerade im ländlichen Raum dokumentieren. Daher galt ein Dank den zahlreichen Ortsverbandsvorsitzenden mit ihren Vorstandsteams für deren ehrenamtliche und uneigennützige Arbeit zum Wohle der Schwachen, Kranken und Hilfesuchenden.

„Die Entwicklung unseres Sozialverbandes VdK war in den zurückliegenden Jahren sehr positiv und so konnten wir erstmals in der Geschichte des VdK im Kreisverband über 6.000 Mitglieder verzeichnen“. Die Gründe für diesen starken Mitgliederaufschwung sieht der Kreisverbandsvorsitzende u.a. in den Schwierigkeiten, die durch Behinderungen und chronische Krankheiten hervorgerufen werden, aber auch in restriktiven Leistungsgewährungen und gesetzlich verordneten Sparmaßnahmen im Bereich der sozialen Sicherungssysteme. Allein 2014 seien bundesweit knapp 12.000 Verfahren vor den Sozialgerichts- und Widerspruchsverfahren abgeschlossen und so 9 Mio. Euro an Nachzahlungen erstritten worden. Viel Geld, das ohne Hilfe des VdK den Behinderten, Kranken, Rentnern, Pflegebedürftigen oder auch armen Menschen vorenthalten worden wäre, sagte Diemer.

Im Kreisverband war man gefragt bei Mitgliederversammlungen, Advents- oder Weihnachtsfeiern und anderen Veranstaltungen der Ortsverbände wie Jubiläen. Die Arbeit im Vorstand sei geprägt gewesen von harmonischer und kameradschaftlicher Zusammenarbeit, was auch für die Geschäftsstelle gelte. Weiter habe man im Berichtszeitraum wieder zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen und Info-Veranstaltungen mit kompetenten Referenten angeboten und durchgeführt. Erinnert wurde auch an den gelungenen Familientag in der Seckacher Klinge unter der Organisation von Hans Androsch, Schulungen und die Präsenz bei überregionalen Veranstaltungen.

Über die Inhalte der zahlreichen Vorstandssitzungen, Klausurtagungen, Begleitungen bei Ortsverbandssitzungen und Beschlussfassungen berichtete im Anschluss ausführlich Schriftführerin Brigitte Einig und aufgrund der sehr guten Mitgliederentwicklung konnte Kassenwart Erich Schilling über eine zufriedene Kassenlage berichten. Da die Kassenprüfer Hilde Lauer und Franz Handl keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Delegierten als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit der gesamten Kreisvorstandschaft einstimmig Entlastung.

Die anschließenden Neuwahlen zur Kreisvorstandschaft brachten folgendes, ebenfalls einstimmiges, Ergebnis: Kreisverbandsvorsitzender Karl-Heinz Diemer (Neunkirchen), Stv. Hans Androsch (Schloßau), Kassier Erich Schilling (Mosbach), Schriftführerin Brigitte Einig (Götzingen), Hinterbliebenenvertreterin Ulrike Schmider (Hardheim), Beisitzer Hubert Kusche (Mosbach), Hedwig Dollinger (Adelsheim), Michael Putz (Ravenstein), Peter Mösner (Buchen), Obmann Behinderte Hermann Pech (Hüffenhardt), Obmann Rentner Hans Androsch (Schloßau), Obmann Schwerbehinderte-Vertrauensleute Herbert Häfner (Höpfingen), Revisoren Franz Handl (Mudau) und Hilda Lauer (Götzingen), Delegierte Helmut Horsch (Hüffenhardt) und Armin Fischer (Schwarzach).

In seinem Referat zu aktuellen sozialpolitischen Themen ging Landesvorsitzender Roland Sing vor allem auf die derzeitigen Streitthemen des VdK wie u.a. die steigenden Zusatzbelastungen der Arbeitnehmer und Rentner durch die Krankenkassen, das Recht einer zweiten ärztlichen Meinung, Pflegestufen und würdiges Altwerden und Rentenanpassungen ein. Er hob auch den großen Einfluss des VdK hervor, dass Menschen zu ihrem Recht kommen. Rechtsreferent Marcel Hofmann erläuterte kurz die Erfolge der Rechtsberatungen seit Bestehen der Mosbacher Kreisgeschäftsstelle, wobei allein im Jahre 2014 im Neckar-Odenwald-Kreis 305 Rechtsstreitigkeiten mit einer Erfolgsquote von rd. 50 Prozent abgeschlossen werden konnten.

Ein gemeinsames Essen mit Gedankenaustausch schloss sich dem Kreisverbandstag des VdK an.

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