Gaffer behindern Rettungskräfte

Unfälle blockieren die A6

A 6. (ots) Nachdem es bereits gegen 15.50 Uhr zu einem
Auffahrunfall unter Beteiligung eines LKW sowie eines Reisebusses kam
scheint die Unfallserie auf der A 6 zwischen den Anschlussstellen
Sinsheim-Steinsfurt und Heilbronn kein Ende zu nehmen. Wie bereits
berichtet kam es im Rückstau des ersten Unfalls gegen 16.30 Uhr zu
einem Folgeunfall auf Höhe der Anschlussstelle Bad Rappenau. Ein
BMW-Fahrer war dort vermutlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit
aus Richtung Mannheim kommend unterwegs und bemerkte zu spät, dass er
auf ein Stauende zu fuhr. Um einem bereits stehenden Fahrzeugen nicht
mit voller Wucht ins Heck zu fahren, steuerte der Fahrer seinen BMW
zwischen die PKW, die auf dem linken sowie dem mittleren Streifen
angehalten hatten. Dabei streifte er drei Fahrzeuge, ehe der PKW zum
Stillstand kam. In einem der Fahrzeuge saß ein Ehepaar mit zwei
Kindern. Der Fahrer sowie die beiden Kinder erlitten bei der
Kollision leicht Verletzungen und wurden vorsorglich in ein
Krankenhaus gebracht. An den Fahrzeugen entstand nach ersten
Schätzungen ein Schaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Die
Unfallstelle ist seit 18.30 Uhr geräumt.

Weiterhin kam es nur wenige Kilometer vor dieser Unfallstelle,
zwischen den Anschlussstellen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau,
zu einem weiteren schweren Unfall. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr
ein der Fahrer eines Sattelzugs nahezu ungebremst in das Stauende und
schob vier LKW sowie einen PKW aufeinander. Der mutmaßliche
Unfallverursacher erlitt bei der Kollision schwere Verletzungen und
musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen
werden. Ein weiterer Beteiligter erlitt ebenfalls schwere
Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik
eingeliefert. Über weitere Verletzte ist derzeit nichts bekannt.
Durch den heftigen Aufprall wurden die beteiligten Fahrzeuge
teilweise stark deformiert und standen kreuz und quer auf der
gesamten Fahrbahn. Die Unfallstelle zieht sich über eine Strecke von
mehreren hundert Metern Länge. Die Autobahn in Richtung Nürnberg ist
derzeit voll gesperrt. Bedenklich war während der gesamten
Geschehnisse, dass die Einsatz- und Rettungskräfte wegen Neugierigen
und Gaffern nur erschwert an die Unfallstellen gelangten.

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