Beste Qualität in der Pflege

AWO Wohn- und Pflegezentrum Osterburken erhielt die Note 1,0
 
 
 Osterburken. (pm) Das Wohn- und Pflegezentrum Osterburken der AWO Neckar-Odenwald wurde für seine sehr gute Qualität mit der Bestnote 1,0 ausgezeichnet. Diese Note ist besonders hoch einzuschätzen, weil die Richtlinien des bewertenden Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) geändert wurden und jetzt strengere Anforderungen an die Pflegeeinrichtungen stellen.
 
 Auch im Sommer 2015 besuchte der MDK das AWO Wohn- und Pflegezentrum Osterburken, wie immer unangekündigt. Die Mitarbeiter wollten sich wie jedes Jahr ein Bild von der Qualität der Einrichtung machen. In diesem Jahr hatte der MDK seine Kriterien zur Notenvergabe verschärft: Schlechtere Bewertungen in pflege- und sicherheitsrelevanten Bereichen schlagen härter durch. Salopp gesagt, lässt sich eine verbesserungswürdige Behandlungspflege nicht mehr mit guten Leistungen im Bereich Ernährung oder Dokumentation ausgleichen, sondern führt zur Abwertung. Für die Note 1,0 muss außerdem in allen Teilbereichen auch eine 1,0 vergeben worden sein.
 
 „Das Ergebnis macht uns sehr zufrieden und zeigt uns, dass die Anstrengungen des Qualitätsmanagements sich gelohnt haben“, sagt Karin Hofmann, Heimleiterin in den AWO Wohn- und Pflegezentren Osterburken und Walldürn. „So waren wir für die strenge Prüfung vorbereitet, bei der alle Nachweise eindeutig und vollständig erbracht werden mussten.“ Bei der Prüfung werden vier Bereiche erfasst: Pflege und medizinische Versorgung, der Umgang mit demenzkranken Bewohnern, die soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie als vierter Bereich Wohnen, Verpflegung Hauswirtschaft und Hygiene. In allen vier Bereichen wurde die 1,0 erteilt, wobei die Pflege und medizinische Versorgung mit 32 Fragen am härtesten geprüft wurde. Als fünfter Bereich wurde die Zufriedenheit der Bewohner zusammengefasst und gesondert ausgewiesen, ebenfalls eine 1,0.
 
 Beispiele für die Prüfungsfragen sind: „Ist der Ernährungszustand angemessen im Rahmen der Einwirkungsmöglichkeiten der stationären Einrichtung?“ „Werden erforderliche Maßnahmen bei Einschränkungen der selbstständigen Flüssigkeitsversorgung durchgeführt?“ „Erfolgt eine systematische Schmerzeinschätzung?“ „Wird bei Bewohnern mit Demenz die Selbstbestimmung bei der Pflege und sozialen Betreuung berücksichtigt?“ Auch die Gestaltung der Bewohnerzimmer, der Gesamteindruck der Einrichtung im Hinblick auf Sauberkeit, Ordnung und Geruch und selbst die Möglichkeit der Entscheidung, ob die eigene Zimmertür offen oder geschlossen bleibt, sind Gegenstand der Prüfung. „Damit können wir den Kritikern von Pflegeeinrichtungen entgegenhalten, dass eine gute, den Patienten zugewandte Pflege möglich ist und bei uns umgesetzt wird“, sagt Karin Hofmann.
 
 Neben den Prüfungen durch den MDK und einer zweiten Begutachtung durch die Heimaufsicht des Neckar-Odenwald-Kreises haben die AWO Einrichtungen ein eigenes Qualitätsmanagement und führen jedes Jahr ein internes Qualitäts-Audit durch. Außerdem überprüft das externe Eurocert-Unternehmen die stationären Einrichtungen der AWO Neckar-Odenwald und vergibt das Prüfsiegel laut DIN EN ISO 9001:2008. Die DIN-Vorschriften ändern sich im September und erhalten neue Bestimmungen für den Führungsbereich. Zusätzlich wenden die AWO Einrichtungen interne AWO Qualitätskriterien an, beispielsweise die interkulturelle Öffnung der Einrichtungen und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

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