„Post bleibt stark im ländlichen Raum“

MdB Nina Warken besucht Post-Zustellstützpunkt
 
 
 
 Bad Mergentheim. (pm) „Die Post wird auch künftig im ländlichen Raum stark vertreten sein.“ Man stehe zu der freiwilligen Selbstverpflichtung, dass nicht nur in jeder selbständigen Gemeinde ab 2000 Einwohner, sondern auch in Ortsteilen mit mehr als 2000 Einwohnern eine Postfiliale vor Ort sein soll, so Wolfgang Englert, regionaler Politikbeauftragter der Deutschen Post beim Besuch der Bundestagsabgeordneten Nina Warken im zentralen Zustellstützpunkt der Post in Bad Mergentheim. Zuvor hatte er gemeinsam mit Rainer Sattelberger, dem Leiter des Zustellstützpunktes, diesen vorgestellt.
 
 Der zentrale Zustellstützpunkt Bad Mergentheim betreut den Main-Tauber-Kreis, Teile des Landkreises Main-Spessart sowie Bereiche Mittel- und Unterfrankens und damit einen Versorgungsbereich von rund 2450 km². „Im gesamten Zustellbereich Würzburg, in dem Bad Mergentheim eines von sechs zentralen Zustellzentren ist, werden rund 125.000 Haushalte mit Briefen und Paketen versorgt“, so Sattelberger. In der Woche seien das im Schnitt über 1.8 Mio. Briefe und mehr als 50.000 Pakete.
 
 „Wenn man die ausgefeilte Logistik hier vor Ort sieht, ist das schon beindruckend. Man bekommt eine vage Vorstellung, warum gerade die Deutsche Post inzwischen der weltweit führende Logistikkonzern ist. Klar ist aber, dass bei aller Logistik der Erfolg eines Unternehmens immer auch von der Motivation und der Zuverlässigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängt. Dies muss man auch einmal würdigen, “ so Warken.
 Mit den politischen Rahmenbedingungen, die die große Koalition in Berlin vorgebe, sei man seitens der Post derzeit sehr zufrieden, so Englert. Anders als bei der Konkurrenz sei auch der Mindestlohn für die Post kein Thema, da bereits die Einstiegsgehälter deutlich höher lägen. Natürlich gingen durch die zunehmende Digitalisierung die gewöhnlichen Briefsendungen in den vergangenen Jahren stetig zurück, der Konzern reagierte darauf aber mit Neuerungen wie dem vom Kunden gut angenommenen E-Post-Brief.
 
 Zudem profitiere man von dem nach wie vor florierenden Internetversandhandel. „Am Filialnetz wollen wir in jedem Fall nicht sparen“, so Englert weiter. Die Beispiele Königshöfen im Main-Tauber- und Billigheim im Neckar-Odenwald-Kreis würden zeigen, dass die Post auch bereit sei, eine Filiale übergangsweise wieder im Eigenbetrieb zu führen, falls ein Kooperationspartner vor Ort ausscheide und kurzfristig kein adäquater Ersatz zu finden sei.
 
 Warken freute sich über diese Aussage: „In Zeiten, in denen gerade der ländliche Raum viel zu häufig von Kürzungen und Schließungen durch Zentralisierungen betroffen ist, bin ich froh über solch eine klare Aussage. Die Deutsche Post steht hier bei uns zu ihrer zweifellos großen Verantwortung“, so Warken abschließend.
 


(Foto: pm)
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1 Kommentar

  1. Liebe Frau Warken,

    vielleicht sollten Sie nicht nur glotzen und Reden halten, sondern anpacken und etwas tun. Eine Schicht mitfahren, erhöht den Horizont ungemein. Mit den Zustellen schwitzen, nicht mit den Krawattenträgern und -optimieren Kaffee trinken.

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