Förster befürchten Borkenkäfer-Katastrophe

Privatwaldbesitzer sollen Bestände auf Befall kontrollieren
 
 
 
 Main-Tauber-Kreis. (pm) Infolge der extrem hohen Temperaturen und der sehr geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen befürchtet das Kreisforstamt eine Massenvermehrung der Borkenkäfer in Fichten- und Lärchenbeständen. Erste einzelne „Käferbäume“ und „Käfernester“ wurden in der letzten Woche von Förstern festgestellt. „Obwohl die Nadeln der Krone noch grün sind, platzt an befallenen Bäumen die Rinde unterhalb der Krone ab, und das typische braune Bohrmehl ist auf den Wurzelausläufern zu erkennen“, erläutert Jürgen Weihmann, der Leiter des Kreisforstamtes, die Schadsymptome. Um den weiteren Befall labiler Bäume möglichst zu verhindern, müssen bereits befallene Bäume umgehend gefällt, entastet und an den Waldweg gerückt werden.
 
 Das Forstamt appelliert an alle Privatwaldbesitzer, ihre Fichtenbestände auf Befall zu kontrollieren und ggf. den zuständigen Revierleiter zu kontaktieren. Das Forstamt wird sich um einen möglichst schnellen Verkauf und Abfuhr des „Käferholzes“ bemühen. Der jeweils zuständige Revierleiter kann beim Forstamt erfragt werden, Telefon: 09341/82-5220.
 
 


Vom Borkenkäfer massiv befallener Fichtenbestand im Privatwald Heckfeld im Jahr 2007: Damit es nicht wieder zu solchen Bildern kommt, sollen Privatwaldbesitzer ihre Bestände kontrollieren. (Foto : Jürgen Weihmann)
 

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