Stadt Mosbach plant Wildtierverbot

Mosbach.
Nachdem heute früh bekannt wurde, dass der Zirkus Charles Knie am 13. und 14. Oktober 2015 auf dem Messplatz in Neckarelz gastiert und auch Auftritte von Wildtiere – darunter auch Elefanten und Großkatzen – zum Programm gehören, fragten wir bei der Pressestelle der Stadt Mosbach nach, ob im Hinblick auf den Todesfall durch den Zirkuselefanten Baby/Benjamin in Buchen (NZ berichtete) ein städtisches Auftrittsverbot geplant sei.
Von der Pressesprecherin wurde ins mitgeteilt, dass man die Ereignisse aufgrund der räumlichen Nähe zur Stadt Buchen sehr betroffen sei, und dies zum Anlass genommen habe, eine Beschlussfassung vorzubereiten, die ein künftiges Auftrittsverbot für Wildtiershows bzw. Zirkusse mit entsprechendem Programm auf Mosbacher Gemarkung vorsieht und mit Wirkung ab 01.01.2016 in Kraft tritt.

Früher könne man die Verordnung nicht in Kraft setzen, wirbt die Stadt Mosbach um Verständnis, da die Vermietung des Messplatzes in Neckarelz an den Zirkus Charles Knie bereits 2014, also im Vorjahr, vereinbart wurde. Wie viele andere Großunternehmen, Pläne auch der Zirkus Charles Knie viele Monate im Voraus seine Tournee, engagiere Artisten und andere Künstler, weshalb der nachträglich Rücktritt von den getroffenen Vereinbarungen und ein Verbot des geplanten Auftritts nicht nur Konsequenzen in wirtschaftlicher Hinsicht für den Zirkus selbst und seine Mitarbeiter bedeute, sondern auch rechtliche Konsequenzen für die Stadt Mosbach nach sich ziehen könnten.

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Selbstverständlich werde man vonseiten der Stadtverwaltung den Zirkus Knie darauf hinweisen, dass keine Tiere zu Werbezwecken außerhalb des Messplatzes gebracht werden dürfen, um in diesem Bereich potenzielle Gefahrenquellen auszuschließen.

„Weitere „Zirkus“-Termine stehen in Mosbach 2015 nicht mehr an“, schließt die Sprecherin der Stadt.

Vom Zirkus wurde  uns mitgeteilt, dass man beim Gastspiel in Mosbach nicht auf die Elefanten verzichten werde. Was ein allgemeines Wildtierverbot betrifft, heben die Verantwortlichen jedoch hervor, dass die Tiere sehr gut untergebracht seien, wovon sich jeder Besucher bei einer Tierschau gerne jederzeit überzeugen dürfe.

Infos im Internet:
www.zirkus-Charles-Knie.de

© www.NOKZEIT.de


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37 Kommentare

  1. lächerlich, der zirkus war bekannt für quälerei, die sind schon oft aufgefallen, aber keine behörde hat was gegen gemacht. aber jetzt, wenn sich jemand erinnert wie charles knie das letzte mal hier war, ganze neckarvorland war abgesperrt das die elefanten auslauf hatten, dann soll jeder wo hier rummuckt, den goldhamster aus dem käfig der kinder entlassen, weil die leben schlimmer, zirkus knie hat total gepflegte tiere und die werden auch null überfordert, ein hund gehört auch nich ins haus, ist ein nachkomme vom wolf , und keiner hühnchen mehr essen, oder fleisch, grausame massenvernichtung von tieren, aber wenns um die nahrungskette geht, geht das ja!https://www.youtube.com/watch?v=Jra-pImIWaE guten appetitt ihr tierschützenden fleischesser!

  2. 01.01.2016
    Gut gemacht Mosbach!
    Hoffentlich wird es auch durchgezogen!!!

  3. Endlich mal eine vernünftige Entscheidung! Ich hoffe andere Städte ziehen nach.

  4. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadt diese Ankündigung auch umsetzt, wenn sich in einem halben Jahr die Wogen geglättet haben… Und es wird interessant zu sehen sein, wer sich trotz der so zahlreich auf die Öffentlichkeit niedergegangenen Informationen hinsichtlich der artfremden und zum Teil grausamen Haltung der Zirkustiere noch die Vorstellung ansieht.

  5. Hoffentlich sind die Mosbacher, was die „artgerechte“ Unterbringung von Flüchtlingen angeht, auch so sorgfältig. Manche Tierfreunde sind bei Menschen ja nicht so human …

  6. weil du nenn hund hast, sitz, platz, komm, , usw, nix anderes, und gross die freese aufreissen dürfen eh nur die tierschützer die auch vegan sind, siehe wiesenhof video!: jeder dreht seine einstellung so wie es im passt, ein hund ist auch ein wildtier vom menschen degeneriert der gehört auch nicht in die wohnung, der stammt vom wolf ab, fleisch fressen, die abschlachtung der tiere rechtfertigen , weils ja die nahrungskette ist, immer ne entschuldigung für alles, aber sich übern zirkuselefant aufregen, da sollte man anfangen, das massenschlachten verbieten, nur hochgezogen um gefressen zu werden

    • Hmm, Sie fallen hier eigentlich nur durch Polemik und „Gossen“sprache auf, ich versuche es aber dennoch:

      Was Sie hier auf eher billige Weise versuchen: Googlen Sie mal nach Whataboutism“ !

      Veganer passen Ihnen nicht, Tierschützer passen Ihnen nicht, Es passt Ihnen eigentlich nichts was sie nicht verstehen wollen.
      Interessant auch, dass Sie alle Tierschützer so gut kennen und wissen für was diese Leute sich so engagieren bzw. was auf den Teller kommt.

      • wie ist das denn? müssten verganer nicht eigentlich tierhasser sein, zumindest was die fleischfresser unter den tieren angeht? es hat ja keinen sinn, das fleischessen als mensch zu verteufeln, aber bei den tieren dann ein auge zuzudrücken. andere tiere zu essen, ist eben völlig natürlich oder irren die tiere, die es tun? veganer jedenfalls dürften keine hundefreunde sein.

  7. dieser zirkus war bekannt für missstände, die behörden haben aber nichts unternommen, erst hinterher, bei zirkus knie gehn sie auf den falschen los, letzten monat in heidelberg hat sich ne peta aktivistin alles angesehn, und neidlos anerkennen müsse, das es dort vorbildlich ist, kannst in der rnz nachlesen.

  8. Leider reicht es nicht, wenn ein Zirkus eine positive Ausnahme darstellt… Aber immerhin besser als keiner.

  9. Ich glaube am Ende geht es vor allem um die Bedürfnisse der Tiere. Mein Hund hat tatsächlich das Bedürfnis von mir gestreichelt zu werden, auf der Couch rumzuliegen und mit mir im Garten zu spielen.
    Dass ein Elefant das Bedürfnis hat in einem Käfig eingesperrt auf kleinstem Raum zu leben und Kunststücke vorzuführen bezweifle ich mal, oder?

  10. Absolut. Da gibt’s keinen Diskussionsspielraum! Nur, so lange es kein generelles Verbot für diese Art der Tierhaltung gibt, ist es mir lieber, wenn ein Zirkus nicht noch zusätzlich negativ auffällt, sondern sich wenigstens bemüht.

  11. Dieser Entschluss der Stadt Mosbach ist Kurzsichtig. Wie die Polizei klar festgestellt hat wurde der Elefant berefreit und dadurch kam es zum tragischen Tod eines Passanten. Waere es dann nicht besser die Taeter zu suchen anstatt das Opfer eines Verbrechens zu betsrafen mit einem Autrittsverbot? Es ueberrascht mich nicht das die Tierrechtslobby hier angerannt kommt und aplaudiert. Jedoch muss gesagt wertden das die Wissenschaft immer wider bewiesen hat das es Tieren im Circus gut geht. Anstatt auf die Verleumdungen der Srlbstgefaelliger Tierrechtler zu hoeren hat Mosbach eine Pflicht vor Entscheidungen sich der Wissenschaft zu bediennen.

    • Der Elefant hatte sich den Strom abgestellt und sein Stallzelt aufgeknöpft und ist nachts aus seinem Gehege gelaufen. Wer das glaubt, glaubt auch den teilweise manipulierten Videos von Tierrechtsvereinen.

  12. Medienprofis von Tierrechtsorganisationen versuchen sich auch hier, tiergerechte Darbietungen als Tierqual hinzustellen. Das sich ein Wildtierverbot in einigen Jahren sowieso aus biologischen Gründen erledigt hat, weil keine Elefanten, Nashörner oder Flusspferde im Zirkus reisen, frage ich mich als Tierfreund, was steckt hinter diesen Aktionen. Ganz einfach, es geht hier nicht um Elefanten und Co, es geht hier um alle Tiere in menschlicher Obhut. Tierfreunde werden mit sensiblen Videos, die zudem noch in einigen Fällen, damit sie dramatischer wirken, manipuliert wurden, zu Fanatikern. Mit diesen eigentlich tierlieben Menschen wird dann Schindluder getrieben bei ALF und deren Mitstreiter. Grauenvolle Vorstellung. Daher liebe Politiker schaut hinter die Kulissen vom Zirkus aber auch hinter die Gedankenkulissen von Tierrechtlern. Damit nicht, wie in England geschehen, eine Sondergruppe der Polizei krimminelle Tierrechtler verhaften mußte.

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