Mosbach: Schwerverletzte gut versorgt

Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken erneut als regionales Traumazentrum zertifiziert – Interdisziplinäres Team stellt Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten auf hohem Niveau sicher
 
 
 
 Mosbach. Bei der Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten zählt jede Minute und jeder Handgriff muss sitzen. Dass dies am Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken sichergestellt ist, zeigt die erfolgreiche Re-Zertifizierung als „regionales Traumazentrum“, die der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Bernd Gritzbach heute (17.) in Mosbach bekannt gab. „Wir freuen uns, dass das außerordentlich hohe Niveau unseres interdisziplinären Teams und unserer technischen Ausstattung nun schon zum zweiten Mal bestätigt wurde. Jeder kann daher darauf vertrauen, nach einem Unfall an den Neckar-Odenwald-Kliniken bestmöglich behandelt zu werden“, sagte Dr. Gritzbach, der zusammen mit dem Leiter der Notaufnahme in Mosbach, Dr. Reiner Stupp, für das Traumazentrum verantwortlich ist.
 
 „Unerlässlich ist, dass alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen und wir Hand in Hand arbeiten“, erklärte Gritzbach. So werden die Verletzten an der Klinik nach der Erstbehandlung am Unfallort in einem so genannten Schockraum von bis zu sechs Personen gleichzeitig versorgt, darunter Chirurgen und Anästhesisten der Kliniken. Oft werden die Ärzte mit komplexen Mehrfachverletzungen konfrontiert, die einzeln oder in der Summe lebensbedrohlich sind. Weitere Faktoren wie eine ausreichende Vorhaltung von Blutkonserven zum Ausgleich eines hohen Blutverlusts und ein in wenigen Schritten erreichbarer Computertomograph (CT) sind ebenso unerlässlich für die Stabilisierung der Patienten. Sofern notwendig können mit telemedizinischen Geräten weitere Spezialisten in die Festlegung der Behandlungsstrategie kurzfristig miteinbezogen werden.
 
 „Die meisten Verletzten können wir direkt hier in Mosbach versorgen. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn Kinder oder Schwangere betroffen sind, organisieren wir eine nur wenige Minuten dauernde Verlegung per Helikopter in Häuser mit noch höherer Versorgungsstufe“, betonte Dr. Stupp. Dies gilt auch für den Standort Buchen, der über ein zertifiziertes lokales Traumazentrum verfügt und von wo aus nach Mosbach oder, in besonders schweren Fällen, in andere Klinken wie das Universitätsklinikum Heidelberg oder die Universitätsmedizin Mannheim verlegt werde. Mit diesen beiden Häusern wie auch mit der GRN-Klinik Sinsheim und dem Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim bilden die Neckar-Odenwald-Kliniken das „TraumaNetzwerk Kurpfalz“, innerhalb dessen Verlegungen gut eingespielte Vorgänge sind.
 
 Dr. Gritzbach, der als Chefarzt sowohl für Mosbach als auch für Buchen zuständig ist, dankte bei Bekanntgabe der Re-Zertifizierung vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unter größtem Engagement im Schockraum Leben retten und sich dafür ständig bei Trainings und Simulationen weiterbilden: „Die erfolgreiche und keineswegs selbstverständliche Re-Zertifizierung konnten wir nur durch unser durchweg hochqualifiziertes Personal erreichen.“
 
  Umlagerung eines schwerverletzten Patienten: Chefarzt Dr. Bernd Gritzbach und Dr. Reiner Stupp (vorne) trainieren im Schockraum mit dem Leitenden Oberarzt am Standort Mosbach und Notarzt Dr. Rolf Schill sowie Klinik- und DRK-Mitarbeitern. (Foto: pm)

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