Neckarsulm: Kein Public Viewing zur EM 2016

Gemeinderat entscheidet mehrheitlich gegen öffentliche Übertragung
 

 
 
 
 Neckarsulm. (snp) Die Stadt Neckarsulm veranstaltet kein Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft 2016. Der Gemeinderat entschied mehrheitlich dagegen, die Spiele der Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich ganz oder teilweise öffentlich zu übertragen. Die Stadträte folgten damit mehrheitlich der Empfehlung der Verwaltung, auf eine Public Viewing-Veranstaltung zu verzichten.
 
 Gegen ein Public Viewing sprechen aus Sicht der Verwaltung die Lärmbelastung für die Anwohner, die Kosten und der enorme Aufwand für Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und die beteiligten Fachämter. Die Anwohner des Marktplatzes würden durch ein Public Viewing zusätzlich zu den bereits fest geplanten, regelmäßigen Veranstaltungen in der Innenstadt einer besonderen Lärmbelastung über Monate hinweg ausgesetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Spiele der EM 2016 erst um 21 Uhr angestoßen werden und damit erst nach 22 Uhr beendet sind.
 
 Wie die Stadtmarketing-Beauftragte Christine Vogt-Bolch kalkuliert hat, betragen die Gesamtkosten für die Übertragung der kompletten Europameisterschaft mit allen Spielen mindestens 110.000 bis 130.000 Euro einschließlich Sicherheitsleistungen, Gebühren, Werbung, Not- und Rettungsdienst sowie Reinigung. Die Kosten für die Übertragung der EM ab dem Achtelfinale werden auf 65.000 bis 75.000 Euro beziffert.
 Ausschlaggebend für die Entscheidung gegen ein Public Viewing war auch der Umstand, dass die örtliche Gastronomie einer zentralen Veranstaltung 2016 zum größten Teil kritisch bis ablehnend gegenüber steht. Die Verwaltung geht davon aus, dass die örtlichen Gastronomen wieder dezentrale Fußballübertragungen anbieten werden, die bei zurückliegenden Meisterschaften viele Zuschauer anlockten. Zudem findet 2016 mit dem Fan-Dorf auf der Theresienwiese Heilbronn eine zentrale Public Viewing-Veranstaltung statt, die mit der Stadtbahn bequem zu erreichen ist.

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