S-Bahn RheinNeckar modernisiert Züge

Erste Musterfahrzeuge zum Umbau in Hagen • DB Regio investiert rund 40 Millionen Euro
 
 
 
 
 (pm) Am 15. Januar 2015 erhielt DB Regio erneut den Zuschlag für den Betrieb der S-Bahn RheinNeckar ab Dezember 2016 auf den Linien S1/S2 (Homburg/Saar–Osterburken), S3/S4 (Karlsruhe–Germersheim), S31 (Bruchsal–Germersheim) und, mit Start im Dezember 2017, der BASF-Verkehre. Eingesetzt wird auch im neuen Vertragszeitraum die bereits heute genutzte Fahrzeugbaureihe ET 425.
 
 Für den Neustart modernisiert die S-Bahn RheinNeckar insgesamt 77 Fahrzeuge ET 425. In die Maßnahmen entsprechend den Vorgaben der gewonnenen Ausschreibung investiert das Unternehmen rund 40 Millionen Euro. Dazu gehören unter anderem die Erneuerung aller Sitzpolster (Leder für 1. Klasse), der Einbau von Videokameras und Steckdosen im Fahrgastraum, die stromsparende LED-Innenraumbeleuchtung und das verbesserte Fahrgastinformationssystem mit neuen Außen- und Innenanzeigen in LED-Technik. Darüber hinaus werden die Züge, die Stufen in den Einstiegsbereichen haben, mit Klapptritten umgebaut und so barrierefrei zugänglich. Abgerundet wird das Redesign durch die Aufarbeitung und Versiegelung der Außenlackierung.
 
 Mit dem Umbau der Fahrzeuge hat DB Regio die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH in Hagen beauftragt. Über 100 Mitarbeiter machen hier in rund 150.000 Fertigungsstunden die Fahrzeuge fit für den weiteren Einsatz. Die Umbaumaßnahmen finden jeweils an zwei Fahrzeuge parallel statt und dauern je Triebzug etwa vier Wochen. So können bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig in Hagen bearbeitet werden. Vor dem Start der eigentlichen Umbaumaßnahmen wird in den S-Bahn-Zügen der gesamte Deckenbereich freigelegt, im Bereich der Mehrzweckräume und Endabteile wird der Innenraum sogar bis auf die Isolierung komplett entkernt.
 
 Derzeit läuft in Hagen an zwei S-Bahnen der Musterumbau. Im Oktober 2015 sollen die Arbeiten an diesen Zügen abgeschlossen sein.
 

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